Tu es, jetzt! Sei die Veränderung. Warte nicht darauf.

Jan 27, 2019

„Just do it!“ hat uns bereits in den 90er Jahren ein großes Sportunternehmen in seiner Werbung gepredigt. Eine Devise, die man nicht nur in Bezug auf Sport beherzigen sollte, sondern immer dann, wenn man eine Veränderung plant.

Warten auf die alte Urschel

Wir Menschen sind recht gut darin, zu wissen, was wir tun sollten oder müssten, um unserem Ziel oder Wunsch näher zu kommen. Wir wissen, dass wir mehr Sport machen und uns gesünder ernähren sollten, wenn wir abnehmen wollen. Wir wissen, dass wir früher mit dem Lernen oder der Projektarbeit hätten anfangen sollen, um rechtzeitig zur Deadline fertig zu werden. Natürlich ist uns bewusst, dass wir, wenn wir eine Veränderung wollen, auch etwas dafür tun müssen.

Aber es dann auch wirklich zu tun, ist eine andere Sache. Der Wecker, den man sich eine Stunde vor der üblichen Weckzeit gestellt hat, um vorher noch joggen zu gehen, wird abgedrückt. Essenkochen hat Vorrang vorm Lernen und der Film, der im Fernsehen läuft, ist wesentlich interessanter als das neue Projekt. Bis wir die bittere Rechnung dafür zu bezahlen haben. Hinten nach reitet die alte Urschel, sagt ein österreichisches Sprichwort und meint damit, dass man im Nachhinein klüger ist.

Für manche ist der Ansporn einfach nicht groß genug, um wirklich etwas in ihrem Leben zu verändern. „Eigentlich geht es mir ja ganz gut. Eigentlich ist es nicht so schlimm. Eigentlich bin ich nicht unglücklich.“

Meistens „ist es dann doch nicht so schlimm“, weil man sich etwas gesucht hat, mit dem man die eigentliche Leere übertüncht. Onlineshopping, Ausgehen mit Freunden (vor allem wegen des Alkohols), übertriebenes Essen, häufiges Daten über Online-Plattformen, Filme schauen oder Antidepressiva schlucken und schlafen gehen.

All diesen Beschäftigungen liegt etwas Gemeinsames zu Grunde: Sie absorbieren uns vollkommen, sodass wir nicht mehr nachdenken müssen. Darüber, dass wir uns schon lange nicht mehr für unseren Job begeistern, dass wir unser Spiegelbild kaum noch ertragen und dass wir uns öfter denn je fragen, was unser Leben für einen Sinn hat.

Das überlaufende Fass

Jene, die es „eigentlich nicht so schlimm“ finden, sind eigentlich weitaus schlimmer dran, als jene, bei denen das Fass dann doch überläuft. Denn wer will schon in der Pfütze des überquellenden Leids stehen, dass sich über all die Jahre angesammelt hat. Diese schlammige Brühe, die uns mit ihrem beißenden Gestank endlich aufwachen lässt.

Wenn Hosen am Hinterteil platzen und Knöpfe sich nicht schließen lassen, wenn der Kollege eine Gehaltserhöhung bekommen hat und man selbst durch die Finger schaut, wenn man die mitleidigen Blicke von Freunden und Familie nicht mehr erträgt, die uns sagen, dass wir mal wieder versagt haben. Dann reicht es ein für alle Mal. Dann ist man bereit für eine Veränderung.

Mit zugehaltener Nase bahnt man sich seinen Weg aus der Pfütze, die sich leider doch als See entpuppt. Wo zum Teufel kommt all dieser Müll her? Wie viele Jahre hause ich schon in diesem Meer aus Trägheit, Negativität und Mittelmäßigkeit?

Nichts wie raus hier

Schnell raus aus diesen schmutzigen Gewässern, bevor man selbst noch ein Teil des Abfalls wird, der da drinnen rum schwimmt. Man weiß schließlich Bescheid, wie es geht. Wo sind noch mal meine Notizen? Meine klugen Sprüche und all die Besserwisserei, die ich allen anderen immer vorgehalten habe? Ah ja, hier, gleich gefunde; man ist schließlich Mensch, also hat man so einiges an Klugheiten angesammelt. Oder zumindest an -heiten welcher Art auch immer.

Schnell eine Liste gemacht, ein Plan erstellt, ein ganzer Kalender vollgeschrieben. Der Vorsatz ist da, aber das war er schon öfter. Dieses Mal muss man etwas anders machen. Aber was?

liste für veränderung

Eines der Geheimnisse erfolgreicher Menschen, die ihre Ziele verfolgt und umgesetzt haben, ist jenes, dass sie tun, was sie sich vornehmen. Sie schmieden nicht nur Pläne, sondern sie setzen den ersten Schritt für eine klare Veränderung. Und dann den zweiten. Und den dritten usw. Das ist aber nicht immer einfach, wie wir wissen.

Denn nur zu oft, erleben wir es, dass wir in dem Moment, wo wir unseren Schritt setzen wollen, unsicher werden. Wir hadern. Soll ich oder soll ich nicht? Ich will schon, aber …

Und damit haben wir unsere Chance verspielt. Wir entscheiden uns für den Film oder das Essen, denn das kennen wir, das macht uns Spaß. Das ist nicht anstrengend.

Man muss Folgendes begreifen: Das Gehirn wird sich immer für die Variante entscheiden, die unserem Organismus angenehmer ist. Der Weg des geringsten Widerstands, wie man so schön sagt. Das ist aber auch der Weg, der dich in deine jetzige Situation gebracht hat und damit nicht zu einer Veränderung führen wird.

Wenn du wirklich eine Veränderung möchtest, dann wird das am Anfang eher unbequem sein, weil es etwas Neues ist, worauf du dich erst einstellen musst. Aber so, wie sich der faule bequeme Körper daran gewöhnt hat vorm Fernseher zu sitzen, so kann sich der sportliche Körper ein Leben ohne Sport nicht mehr vorstellen. Er wurde umprogrammiert.

 Siehe auch den Artikel: Visionen haben und eine neue Zukunft erschaffen

Handeln, aber sofort!

Hier also der Trick, mit dem du jede Veränderung schaffst:

Du musst verhindern, dass dein Gehirn mit dem Hadern und Zweifeln beginnt! Es darf gar nicht mehr abwägen dürfen, was es lieber täte.

Der Wecker klingelt? Du springst auf! Kein „Ich mag nicht“, „Noch fünf Minuten“ oder „Vielleicht morgen.“ Nein, du wirfst die Decke zur Seite und hüpfst aus dem Bett, sobald du das Geräusch deines Weckers hörst.

Du überlegst nicht mehr, ob du jetzt Lust hast, etwas zu tun.

Das ist ein häufiger Fehler: Wir warten darauf, uns danach zu fühlen, etwas zu tun. Aber das wird in 90% der Fälle nicht passieren, wenn es etwas Unbequemes ist.

Deshalb übergehst du den Moment, in dem du zu grübeln anfangen würdest. Denn wenn wir anfangen darüber nachzudenken, sehen wir alle möglichen Hindernisse und sagen uns, dass es sowieso keinen Sinn hat, dass man es nicht schaffen wird und gleich bleiben lassen kann.

Das kannst du nicht wissen, solange du es nicht versucht hast! Du kannst gerne im Nachhinein deklarieren, dass es nicht geklappt hat; und dann kannst du dein Wissen zum Beispiel anderen weitergeben. Aber sag nicht schon von Vornherein, dass es nichts wird. Lass dir doch nicht die Chance auf etwas mehr Glück, Freude und Spaß in deinem Leben entgehen.

“Eigentlich okay, eigentlich nicht so schlimm, eigentlich nicht unglücklich” ist nicht gut genug für uns! Wir wollen sagen können, dass es Spaß macht, dass wir Freude haben und dass wir glücklich sind bei dem, was wir tun.

Auch wenn es herausfordernd ist, auch wenn wir fallen werden und von vorn anfangen müssen. All das wollen wir in Kauf nehmen, bevor wir eines Tages auf unser Leben zurückschauen und uns denken: „Hätte ich doch …“.

Denn die alte Urschel ist uns stets dicht auf den Fersen.

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Themen

Kostenlose Ratgeber zum Download

Pin It on Pinterest

Share This