Animalisch oder meisterhaft: Auf welcher Bewusstseinsstufe bist du?

Sep 24, 2019

Je bewusster wir sind, desto größer ist unsere Wahrnehmung der Welt und der Möglichkeiten, die wir besitzen. Das wiederum trägt zur Entfaltung unseres wahren Selbst und damit zur Zufriedenheit in unserem Leben bei. Wer bewusst und achtsam ist, lebt glücklicher und ausgeglichener. Wer sich hingegen auf der Bewusstseinsskala weiter unten tummelt, kämpft mit Neid und Feindseligkeit. Tier oder Meister? Werfen wir einen Blick auf unsere Bewusstseinsstufen.

Animalische Bewusstseinsstufe

Der Fokus dieser Bewusstseinsstufe befindet sich primär auf dem Überleben. Das äußert sich in einer egoistischen Haltung mit Sichern von körperlichen Bedürfnissen und Befriedigung von Trieben.

Hier findet kein bewusstes Denken oder Handeln statt, die Verhaltensmuster sind reaktiv und werden durch äußere Einflüsse bestimmt.

Das bekannteste Beispiel ist der Flucht oder Kampf Mechanismus (engl. Fight and flight reaction). Durch einen äußeren Stimulus wird eine Signalkaskade in Gang gesetzt, die uns für die Flucht oder den Kampf vorbereitet.

Im Artikel Epigenetik Teil 2 wird diese Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse genauer erklärt.

Im Gegensatz dazu zeichnet sich bewusstes Handeln dadurch aus, dass auf den äußeren Stimulus geantwortet wird. Dies geschieht, indem man stoppt, nachdenkt und dann agiert.

Kollektivbewusstsein

Vom animalischen zum Massenbewusstsein. Schon als Kind werden wir dazu angehalten, uns so zu verhalten wie die anderen. Was gegen das Gesetz der Einzigartigkeit spricht.

Wir tun unser Bestes, um so zu sein wie die Mehrheit und folgen damit den Massen. Die jedoch denken nicht eigenständig, sondern befolgen wiederum nur, was man ihnen vorgelebt hat.

Sieht man sich ein Unternehmen an, so wird zu einer bestimmten Uhrzeit am Mittag (12:00 – 12:30) die Kantine gesteckt voll sein. Die Masse von Büroarbeitern stürmt zum Mittagessen. Haben alle zeitgleich Hunger? Nein, aber darum geht es auch nicht. Denn es ist Mittagszeit und da wird gegessen, egal ob man hungrig ist oder nicht. Aja.

Das Kollektiv folgt Gewohnheiten, ohne sie zu hinterfragen, gehorcht einer Obrigkeit und wird demzufolge fremdbestimmt. Es ist häufig unzufrieden und Menschen gegenüber, die anders denken und handeln, feindselig gestimmt.

Ambition und Bestreben

In dieser Bewusstseinsstufe beginnt man nach Höherem zu streben. Ob durch Literatur, Medien oder die Erlebnisse anderer erfahren wir, dass wir mehr erreichen können und daher nicht unter der Fremdbestimmung anderer zu leben haben.

Wir entwickeln den Wunsch, uns abzuheben und es besser zu machen, und zwar durch Anerkennung, Ruhm und Besitz. Es geht um die Selbstdarstellung und persönlichen, materiellen Wohlstand, und darum, sich von der Masse zu unterscheiden.

Dieses Bestreben nach mehr, kann man als den Ausdruck der Existenz selbst ansehen, sich zu entfalten und sich auszudrücken.

Auch wenn das Verlangen nach mehr in dieser Bewusstseinsstufe auf Materielles beschränkt ist. Es ist ein Indikator, dass unser wahres Selbst nach Expression sucht.

Individualität

Kein Apfel auf einem Apfelbaum gleicht dem anderen, und genau so einzigartig ist jeder Mensch auf der Welt. Seine Einzigartigkeit entdeckt er zusehends in dieser Bewusstseinsstufe.

Es kommt zu einer wahren Veränderung, denn alte Paradigmen und Glaubenssätze werden hinterfragt. Das Gleichgewicht bewegt sich weg vom Materiellen zum Geistigen. Wir lernen uns von den unbewussten und bewussten Ängsten, die mit den ersten drei Stufen einhergehen, frei zu machen. Und mit dem Glauben an unsere Außergewöhnlichkeit treten wir in Aktion.

Wir durchbrechen unsere Komfortzone, weil wir wissen, dass es essenziell ist, um zu wachsen. Wichtig, um dieses Ziel zu erreichen, ist die folgende Stufe, sonst wird man neuerlich in das Kollektivbewusstsein zurückgezogen.

Disziplin

In dieser Bewusstseinsstufe werden wir uns unseres Schöpferpotentials bewusst, weshalb wir unsere Gedanken genau beobachten und sie zulassen oder ablehnen. Das Gesetz der Anziehung und Selbstverantwortung werden zu wichtigen Begriffen. Außerdem stehen die Harmonisierung mit den Wünschen unseres wahren Ich im Vordergrund.

Wir erschaffen eine Vision unserer Zukunft, die wir mit Begeisterung, Engagement und Ehrlichkeit erreichen möchten. Dafür setzen wir die nötigen Handlungen in diese Richtung.

Siehe auch: Visionen haben und eine neue Zukunft erschaffen.

Das Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass man sich selbst eine Anordnung gibt und sie befolgt, ist notwendig, um aus bloßen Wünschen und Träumereien Wirklichkeit werden zu lassen.

Daher verpflichtet man sich seinem Ziel, egal wie das Kollektiv demgegenüber eingestellt ist. Man erkennt, was dafür zu tun ist, bleibt konsequent und ist bereit, Rückschläge einzustecken und sich den Herausforderungen zu stellen.

Übrigens ist diese Vision im Gegensatz zu früheren Stufen mehr und mehr im Dienste der Gesamtheit angesiedelt und weniger einem egoistischen Selbstzweck dienlich.

Erfahrung

Unser Bewusstsein erweitert sich, wenn wir Erfahrungen sammeln. Denn mit jeder Herausforderung, die wir meistern, wird der Glaube an uns gestärkt und damit der Radius unserer Möglichkeiten vergrößert. Das wiederum trägt zur weiteren Entfaltung bei.

Die Grenzen zwischen unserem wahren Selbst und uns verschwinden allmählich und wir erkennen, dass alles Eins ist. (Vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen ist alles „Energie“, während die Theologie von „alles ist Gott“ spricht).

In dieser Bewusstseinsstufe erlebt man, dass die Antworten in einem selbst zu finden sind. Denn wer seinen Verstand zur Ruhe bringt, nimmt Ideen in Form von Intuitionen und Eingebungen wahr.

Wir wissen unsere mentalen Fähigkeiten zu nutzen und der Verstand ist zu einem Diener geworden, statt uns zu beherrschen.

Meisterhaftigkeit, Beherrschung

In dieser Bewusstseinstufe meistern, was wir tun und es ist unsere Art zu leben geworden. Wir lassen uns nicht mehr von der äußeren Welt kontrollieren und handeln nicht mehr reaktiv. Wir antworten auf unsere Umwelt mit Weisheit, Mitgefühl und Menschlichkeit.

Gekennzeichnet ist diese Bewusstseinsstufe außerdem von mehr Humor, Kreativität, Enthusiasmus, Liebe und Dankbarkeit. Wir haben eine Denkweise entwickelt, die von einer Perspektive des Wohlstands aus agiert.

Wir werden nicht mehr von gewohnten Verhaltensmustern und Glaubenssätzen kontrolliert und unser Verstand ist insgesamt sehr ruhig. Wir wissen, dass wir die Antworten auf all unsere Fragen in dieser Stille und Ruhe erhalten.

Von hier aus schwimmen wir mit dem Strom des Lebens, widerstandslos und doch das Ruder fest in der Hand. Es bedarf viel Disziplin und Durchhaltevermögen um hier anzukommen. Doch warum nicht das Meisterstück anstreben, wenn uns das Leben diese Möglichkeit bietet? Du bist einmalig auf dieser Welt; es hat und wird niemanden mehr wie dich geben – bist du nicht neugierig, was in dir steckt?

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