Manifestieren: In jedem Moment bekommen, was man will?

Okt 24, 2019

Der Begriff “Manifestieren” wird gerne so verstanden, als müsste man nur lange genug an etwas denken, und irgendwann würden wir es plötzlich in den Händen halten. Auch wenn dies nicht vollkommen ausgeschlossen ist, so ist es nicht die Erfahrung der Mehrheit der Menschen. Allerdings unterliegt diese Mehrheit einem Irrtum, wenn sie glaubt, unsere Gedanken könnten uns nicht an unser Ziel bringen. Doch wie das alte Sprichwort „der Weg ist das Ziel“ uns lehrt, müssen wir das Augenmerk auf den Weg legen, um dort anzukommen. Sehen wir uns an, wie das funktioniert.

Wer will was manifestieren?

Wie immer, ist es wichtig zu fragen, warum wir uns etwas wünschen. Den Seelenverwandten, mehr Geld, den Traumjob, mehr Freizeit usw. Egal, was wir gerne in unser Leben bringen möchten, das wichtigste Fragewort ist: Warum?

Warum hätte ich gerne mehr Geld?

♦ Weil ich mich sicher fühlen würde.
♦ Ich könnte alle Rechnungen bezahlen,
♦ könnte tun und lassen, was ich will (= Freiheit),
♦ könnte viel mehr unternehmen (Reisen, Ausgehen, Wohnung renovieren usw.).

Warum wünsche ich mir den Seelenverwandten?

♦ Ich möchte geliebt werden und lieben.
♦ Ich wünsche mir Nähe, tolle Gespräche, verstanden werden und mich geborgen fühlen.
♦ Wir könnten gemeinsam reisen, essen gehen, fernsehen usw.

Schreibe dir am besten auf, was du dir wünschst und warum. Male das ganze bis ins Detail aus. Wie würdest du dich fühlen? Versuche, dich wirklich einzufühlen.

Deine Emotionen sind der entscheidende Faktor bei allem, was du manifestieren möchtest.

Siehe auch: Visualisieren und Erfolg gehören zusammen.

Es empfiehlt sich außerdem, keine Negationen zu verwenden wie etwa: „Damit ich nicht mehr einsam bin.“ „Damit ich nicht mehr arm bin.“

Wörter wie „einsam“ und „arm“ lösen negative Gefühle in dir aus und sollten daher vermieden werden. Verwende nur Begriffe, die positive Emotionen erzeugen.

Manifestieren ohne harte Arbeit?

Die Dinge, die du dir wünschst, wünschst du dir deshalb, weil der Weg dorthin Spaß macht. Es ist wichtig, das zu verstehen.

Wer glaubt, er müsse für seine Ziele kämpfen und sich abrackern, wird seine Lebenslust verloren haben, bis er dort angekommen ist. Dann wird ihm das erreichte Ziel auch keine Freude mehr bereiten können.

Der altbekannte Spruch „Der Weg ist das Ziel“ hat tatsächlich zu jeder Zeit seine Gültigkeit.

Warum das Manifestieren gerne als Humbug abgetan wird, ist, weil es mit dem Weg des geringsten Widerstands beschrieben wird. Und das stimmt nicht mit unserer Erziehung überein.

Wenn wir bedenken, dass vor allem unsere Großeltern und Urgroßeltern mit einem religiösen Hintergrund erzogen wurden, in dem „harte Arbeit“ und „Entbehrung“ ihren festen Platz hatten, ist es nicht verwunderlich, dass auch unsere Eltern uns noch solche Werte vermittelt haben.

Und plötzlich erklären uns Law-of-Attraction Anhänger, dass wir werden und bekommen, woran wir denken.

Und wenn wir an harte Arbeit, Ungerechtigkeit, Plackerei und Selbstaufopferung glauben, dann werden wir zu Menschen, die nach diesen Prinzipien leben.

Der Weg der anderen

Tatsächlich sind die meisten von uns, auch wenn sie das nicht glauben wollen, den Weg des geringsten Widerstands gegangen – zumindest das, was wir darunter verstanden haben.

Wir haben das gemacht, was man von uns erwartet und verlangt hat, damit wir keinen Konflikt mit den Eltern oder unserem Umfeld haben. Jahre später lamentieren wir und ärgern uns, dass wir nicht unsere Träume leben.

Wenn uns dann jemand sagt: „Aber dann tu doch, was du tun möchtest“, sind wir entrüstet und spotten: „Du hast leicht reden! Wie stellst du dir das vor? Ich hab Verpflichtungen! Ich hab Rechnungen zu bezahlen!“

Und in diesem ewigen Konflikt leben wir Tag für Tag. „Ich hätte so gerne …, aber es geht nicht, weil …“.

Mit Sätzen wie „Es geht nicht“, „Das kann man nicht machen“, „Das funktioniert nie“ hat man sich selbst eine Mauer vor die Träume gestellt. Dabei befinden sich dahinter jede Menge Wege, die zu unseren Zielen führen.

Manifestieren: der Weg des geringsten Widerstands.

Dass sich unsere Wünsche manifestieren hängt sehr davon ab, ob wir Dinge tun, die uns ein gutes Gefühl geben. Allen voran das Gefühl, das wir mit unserem Wunsch erlangen wollen.

Wir üben sozusagen schon vorher die Emotion, die wir schlussendlich erreichen wollen.

Leichter gesagt als getan, mag man sich denken, wenn das Bankkonto bzw. der Platz auf der Couch neben uns leer sind. Wie soll man in so einem Fall das Gefühl von Wohlstand oder Liebe praktizieren?

Am einfachsten indem wir uns Dinge in unser Bewusstsein rufen, für die wir jetzt schon dankbar sind. Sei es nur das gute Mittagessen von heute oder dein bequemes Bett, in das du dich am Abend fallen lässt.

Was immer es ist, wofür du wirklich ehrlich dankbar bist, weil du es magst – in diesem Gefühl solltest du dich suhlen. Damit praktizierst du gute Emotionen. Und Emotionen sind bereits eine Manifestation von Gedanken.

Siehe auch: Stimmung heben – 5 Tipps als Soforthilfe und

Dankbarkeit praktizieren – 3 Übungen für jeden Tag.

Manifestieren: Bring deine gute Stimmung mit.

Wir befinden uns im steten Kontakt mit der Welt und so auch mit unseren Mitmenschen. Wohin du auch gehst und wen du triffst, frage dich, was du in dieses Treffen oder in die Welt mitbringst. Wie sind meine Stimmung und meine Einstellung?

Auch wenn uns das oft nicht bewusst ist, mit unserer Laune und unserer Attitüde erschaffen wir gemeinsam mit den anderen unser Umfeld.

Ein Beispiel, das viele von uns kennen: Wir treffen uns mit einer guten Freundin und ihrem Partner. Die beiden haben sich vor dem Treffen gestritten und nun herrscht keine gute Stimmung zwischen ihnen, als wir erscheinen. Wir hingegen hatten einen sehr guten Tag. Wir haben meditiert, haben an uns gearbeitet und uns bewusst in eine gute Stimmung versetzt. Wir fühlen uns großartig und freuen uns sehr auf unsere Freunde.

Sofort verwickeln wir sie in ein Gespräch und lenken sie damit von ihrem Streit ab. Wir sprechen über lustige Dinge, wir zeigen ehrliches Interesse an ihnen und sagen vielleicht beiläufig etwas wie „Ach, ihr habt es so gut, dass ihr einander habt.“ Die beiden sehen sich an, nehmen sich bei der Hand und einer sagt: „Ja, das finde ich auch.“

manifestieren freunde

Es hätte aber auch ganz anders kommen können. Wären wir selbst schlechter Laune gewesen und hätten diese zu den beiden mitgebracht, wäre der Abend vielleicht in einem Desaster geendet. Die beiden hätten sich vor uns gestritten und wir wären übellaunig nach Hause gefahren, wobei jeder den anderen bezichtigt hätte, Schuld an dem furchtbaren Abend gewesen zu sein.

Wir alle manifestieren, und zwar in jedem Augenblick. Wir tun es alleine, aber vor allem auch gemeinsam. Es geht nicht darum, irgendwo anzukommen und dann zu hoffen, das Glück dort zu finden. Jeder Moment ist geeignet, um uns glücklich zu machen.

Wer etwas manifestieren will, das ihn glücklich macht, muss das Gefühl des Glücklichseins praktizieren. Denn das ist es, was wir mit all unseren Wünschen erreichen wollen. Und wir selbst können bestimmen, glücklich zu sein, und damit jeden Moment zu bekommen, was wir wollen.

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