Lebensziel – Was fange ich mit meinem Leben an?

Feb 21, 2019

Für die einen hat sich diese Frage nie gestellt, für die anderen will sie sich auf Biegen und Brechen nicht beantworten lassen: „Was soll ich mit meinem Leben anfangen? Was ist mein Lebensziel?“ Werde ich glücklicher, wenn ich eines habe? Ja. Muss ich in Panik ausbrechen, wenn ich keines habe? Nein. Ein Ziel zu finden, ist für jeden möglich. Und es jederzeit zu ändern auch.

Lebensziel: Ja oder nein?

Es hat sich gezeigt, dass Menschen, die ein Ziel in ihrem Leben verfolgen, glücklicher sind als jene, die keines haben. Das bedeutet nicht, dass man Angst haben muss, sein Leben lang unglücklich zu sein, nur weil man sein Ziel noch nicht gefunden hat. Denn das Gute ist, dass man jederzeit die Möglichkeit hat, ein Ziel (neu) zu definieren. Der wichtige Schlüssel hierbei ist: Offen sein und Vertrauen haben.

Wer jetzt nämlich schon in seinem Kopf die Stimme hört, die sagt „Aber ich weiß nicht, was ich tun soll!“ oder „Für mich gibt es keinen Sinn“ oder „Ich kann einfach nichts wirklich gut“, wird gleich mit der Abwehrhaltung konfrontiert, die für seine jetzige Situation verantwortlich ist. Wie bitte? Nochmal: Falls du bis jetzt kein Ziel für dich gefunden hast, liegt das an deiner bisherigen Einstellung und deinen negativen Gedanken. Zum Glück kann man die ändern! (Siehe auch: Visionen haben und eine neue Zukunft erschaffen).

Was ist ein Lebensziel?

Leider glauben viele, dass ein Lebensziel einzig ein Beruf ist, der einen reich und mächtig machen muss, und der von der Gesellschaft und unserer Familie angesehen wird. Dabei sollte unser Lebensziel etwas sein, das uns motiviert, morgens aufzustehen und worauf wir uns jeden Tag aufs Neue freuen.

Diejenigen, die ein Hobby haben, das sie lieben, kennen dieses Gefühl; doch nicht verzagen, wenn man keine dieser offensichtlichen Leidenschaften besitzt. Bei genauem Hinsehen wird man auf alle Fälle etwas finden, was man gerne macht.

Geht einem das Herz auf, wenn man mit Tieren zusammen ist oder wenn man anderen Menschen helfen kann? Hat man Freude daran, andere Länder zu bereisen und neue Kulturen kennenzulernen?

Gefällt es einem, sein Wissen weiterzugeben, mit Kindern zu spielen, zu kochen oder Sport zu machen?

Warum ist es zum Beispiel nicht angesehen, wenn manche Frauen als Lebensziel haben, eine Familie zu gründen und Kinder zu erziehen? Ist es nicht wunderschön, wenn jemand dies als seine Lebensaufgabe sieht (wir alle freuen uns doch, wenn wir mit wohlerzogene Menschen zu tun haben)?

Kann man Stunden mit einem Handwerk, einem Instrument oder beim Lernen einer Sprache zubringen, weil es einem so viel Spaß macht?

Oder aber sieht man sich eher als Unternehmer, als Besitzer eines Geschäfts oder eines Restaurants, weil man eine Leistung bieten möchte, von der man meint, sie könnte eine Bereicherung sein?

Was einem Spaß macht, kann man zu einem Lebensziel machen, denn nur, wenn man mit Herz und Seele dabei ist, wird man, selbst wenn man Rückschläge erleidet, weitermachen und sich immerzu verbessern wollen.

lebensziel künstler

Wie finde ich ein Lebensziel?

In unserer Gesellschaft ist es leider so, dass wir mit der Einstellung erzogen wurden, dass man auf dem vorgefertigten, geebneten Weg zu gehen hat, den 90% der Bevölkerung beschreiten. Wir gehen in den Kindergarten und in die Schule, dann machen wir eine Lehre oder beginnen eine Hochschulausbildung, lassen uns bei einem Arbeitgeber anstellen, nehmen Kredite für Wohnungen und Autos auf und so weiter und so fort.

Die Karriere wird meist von unseren Eltern vorgegeben. Man bleibt entweder in der gleichen Branche oder in einer ähnlichen, zumindest bewegt man sich selten aus der gewohnten Gesellschaftsschicht heraus. Es scheint der Weg des geringsten Widerstands.

Der Widerstand entwickelt sich dafür oftmals innerlich, wenn das, was die Eltern gemacht haben, nicht das ist, was einen selbst erfüllt. Wenn ein innerer Konflikt entsteht, wird es Zeit sich zu fragen: „Was möchte ich eigentlich wirklich?“.

Um herauszufinden, was man will, müssen die meisten erst sich selbst kennenlernen (siehe hierzu auch den Artikel: Wer bin ich wirklich?). Denn nicht selten werden wir feststellen, dass die Antworten auf diese Frage ebenso vorgefertigt aus unserem Verstand herausplatzen, wie unser Werdegang für uns vorbereitet wurde. Es fällt vielen deshalb so schwer, etwas zu finden, was ihnen Freude bereitet, weil sie auf die wenigen Möglichkeiten festgefahren sind, die man ihnen im Leben aufgezeigt hat und nicht offen genug für Neues sind.

Die kleine Stimme in ihrem Kopf und die lauten Stimmen in ihrem Umfeld behindern so den kreativen Fluss.

Zwei Fragen, die man sich stellen sollte:

  • Was, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Und

  • Was, wenn niemand eine Meinung dazu hätte, was ich tue?

Wenn es das Geldsystem in dieser Form gar nicht gäbe, oder ich mir keine Sorgen um Geld machen müsste, was würde ich tun?
Was, wenn es mir vollkommen egal wäre, was meine Freunde, meine Familie und der Rest der Welt von mir denken würden? Was würde ich tun?

 

Vorsicht! Wessen Wünsche sind das?

Doch cave! Antworten wie: ich würde gar nichts tun, ich würde nur auf der Couch liegen, ich würde nur schlafen, deuten darauf hin, dass du gerade an einem Punkt in deinem Leben bist, an dem du die Lebensfreude verloren hast und nicht weißt, was du wirklich willst. Du siehst vom falschen Standpunkt aus!

Wenn ich dir eine schmutzige Brille aufsetze und du die Welt durch diese Brille siehst, wirst du mir lediglich von dem Schmutz erzählen können; du wirst kein klares Bild von der Welt haben, sondern ein verzerrtes.

So ist das, wenn man zum Beispiel an einer Depression leidet oder suchtkrank ist. Wenn man einen Alkoholiker fragt, was er will, wird er wohl „Alkohol“ antworten. Eine schwer depressive Person wird vielleicht den Wunsch haben, den ganzen Tag im Bett zu bleiben.

Hier antwortet also nicht dein wahres Selbst, sondern im Falle des Alkoholikers spricht die Sucht und im Falle des Depressiven antwortet die Depression.

Wir können also noch ein großes Lebensziel vor allen anderen Lebenszielen definieren: Wir müssen herausfinden, was wir wirklich wollen! Das klappt über die Selbsterkenntnis.

lebensziel selbsterkenntnis

Lebensziel Selbsterkenntnis

Um herauszufinden, was uns langfristig Lebensfreude schenkt, müssen viele Menschen erst den Weg in ihr innerstes Selbst finden.

Während es Leute gibt, die sofort antworten: „Ganz klar, ich will etwas mit Pferden machen!“ oder „Ich möchte mit den Händen arbeiten“ oder „Ich will die Kunst des Cellospielens beherrschen“, so irren andere ihr ganzes Leben umher und wissen nicht, was ihnen Glück beschert.

Oder sie haben Freude an Dingen, von denen sie meinen, sie seien sinnlos, weil sich damit kein Geld verdienen lasse.

Ich möchte an dieser Stelle von einer Frau berichten, die aus ihrer Liebe zur Ordnung einen Beruf gemacht hat. Sie zeigt anderen Menschen, wie sie ihre Kästen und Schubladen am besten sortieren und ordnen, und die Dame verdient sich ihren Lebensunterhalt damit. Man lasse sich also nicht abhalten, zu tun, was einem Spaß macht, nur weil man glaubt, dass man davon nicht leben kann.

Wenn man etwas mit Leidenschaft und Freude verfolgt, wird man über die Zeit zwangsläufig gut darin und kann somit anderen einen Dienst erweisen, indem man sein Können und Wissen zur Verfügung stellt.

Und im Dienst der Gesamtheit zu stehen, hat sich ebenfalls als Garant dafür erwiesen, erfolgreicher und glücklicher zu werden.

Was, wenn ich bisher nicht gefunden habe, was mich glücklich macht? Dann weißt du noch nicht, wer du bist und wie du wirklich tickst. Nimm dir Zeit für dich, beobachte dich, probiere dich aus und lerne dich kennen!

Lebensziel glücklich sein

Wie oben erwähnt, wird der Mensch mit der schmutzigen Brille auf der Nase, die Welt nicht so sehen, wie sie ist.

Das heißt, wenn wir verblendet sind, können wir uns selbst nicht in unserer Ganzheit sehen. Die oberste Priorität des Depressiven sollte daher sein, seine Depression zu beseitigen und die des Alkoholikers, die Sucht in den Griff zu kriegen. 

Der zweifelnde und unsichere Mensch (dazu zählt ein Großteil der Bevölkerung) muss erst seine Zweifel und negativen Gedanken loswerden, um den Blick auf sein wahres Selbst freizumachen.

Denn unser wahres, innerstes Selbst ist nicht geplagt von Selbstzweifeln und Unsicherheiten. Jeder Mensch weiß, wie es sich anfühlt glücklich zu sein. Wir alle waren irgendwann in unserem Leben glücklich. Dieser Zustand ist wieder erreichbar, das muss man sich bewusst machen! (Siehe auch den Artikel: Glücklich sein – am liebsten für immer).

Es ist mit Sicherheit das Lebensziel eines jeden Menschen, glücklich zu sein. Nun geht es darum, herauszufinden, was uns glücklich macht.

Das funktioniert am besten, in dem wir erst alles aus unserem Leben beseitigen, was uns unglücklich macht. Und ich meine das nicht im materiellen Sinne, sondern auf unsere Verstandesebene bezogen.

Vorstellungen, negative Gedanken und eine falsche Einstellung zum Leben sind die Gründe dafür, dass wir unglücklich sind. Es gilt, diese zu entfernen, um das Potential zu entdecken, das in uns steckt.

Mehr Blogposts zum Thema findest im Anschluss an diesen Artikel.

fotograf kirche

Der Brotspur des Glücks folgen

Im Prozess der Selbstentdeckung wird man nach und nach mehr Freude am Leben und an bestimmten Tätigkeiten finden. Das sind die Anhaltspunkte für Lebensziele, nach denen man sucht.

Wie einer Brotspur, der man folgt, folgt man der Spur der Freude.

Hast du Spaß an häuslichen Tätigkeiten? Spielst du gerne mit Kindern? Umgibst du dich am liebsten mit Tieren? Bist du sehr sozial oder machst lieber etwas alleine? Hast du Freude am Singen, Tanzen oder Musizieren? Bringst du Menschen gerne zum Lachen oder hilfst mit deinen Ratschlägen?

Was fühlt sich gut an? Wann ist dir das Herz aufgeblüht? Was gibt dir Energie?

Das sind die Brotkrümel, denen du folgen solltest! Diese Gefühle und Emotionen werden dich in die richtige Richtung leiten. Vergiss, was die anderen sagen! Du hast ihren Weg probiert und bist damit nicht glücklich geworden, also können sie nicht wissen, was für dich gut ist.

Verlasse dich auf dein gutes Gefühl, auf deine positiven Emotionen, auf dein Wohlbefinden! Das sind deine Wegweiser!

Denn dein Lebensziel ist nicht bloß ein Endziel, das man erreichen will. Es ist ein Weg, auf dem du dich Herausforderungen stellst und auf dem du straucheln und stolpern wirst.

 

Aber die Freude, die du dabei empfindest, ist so groß, dass es egal ist, ob es mal schwerelos dahin geht oder steinig bergauf. Du fühlst, dass du endlich auf dem richtigen Weg gehst. Nämlich deinem ganz persönlichen, den außer dir niemand je gegangen ist und niemand mehr gehen wird.

 

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