Kann die Krise das Bewusstsein steigern?

Apr 13, 2020

Eine kollektive Krise als Chance zur Bewusstseinssteigerung? Wer die häusliche Quarantäne dazu nutzt, in sich zu gehen und sich dem Thema der Selbsterkenntnis zu widmen, könnte davon mehr profitieren, als er sich jetzt vorstellt. Was passiert eigentlich, wenn wir den Blick nach innen werfen?

Krisen als Bewusstseinssteigerung

Wenn wir mit Krisen konfrontiert werden, hat das entweder einen so starken emotionalen Effekt, dass man automatisch eine Veränderung im Bewusstsein erlebt (Bsp. Schicksalsschläge wie Krankheit, Unfall, Tod eines geliebten Menschen, 9/11 usw.) oder aber, und das ist häufiger der Fall, erlebt man einen Moment der Einsicht, in dem man anfängt seine Werte und Überzeugungen zu hinterfragen.

Ist das, was ich bisher als so wichtig angesehen habe, für das ich mich ausgepowert und aufgeregt habe, nicht doch eher trivial und wenig sinnvoll für mein inneres Wachstum? Was ist eigentlich wertvoll und von Bedeutung für mich?

Diese Fragen können den Anstoß für eine tiefgreifende Veränderung in unserem Bewusstsein und damit in unserem gesamten Leben bedeuten, und uns den Weg zu mehr Selbstliebe und dem Glücklichsein in der Welt ebnen.

Bewusstseinssteigerung – was bedeutet das?

Wer bewusster lebt, lebt glücklicher und zufriedener, heißt es, aber warum eigentlich? Bewusst zu leben bedeutet, dem Leben (und damit auch sich) gegenüber aufmerksamer zu werden, was dazu führt, dass wir ein besseres Verständnis für unseren Organismus und seine Umwelt bekommen.

Das heißt, indem wir uns kennenlernen, wie wir tatsächlich sind, lernen wir auch mehr Mitgefühl und Verständnis unseren Mitmenschen und der Natur gegenüber zu haben. Deshalb sind Menschen mit einem gesteigerten Bewusstsein liebevoller, aufmerksamer und vor allem verständnisvoller als solche, die sehr unbewusst leben.

Bewusst vs. unbewusst leben

Unbewusst leben bedeutet, auf seine Umwelt mit einer antrainierten Verhaltensweise (sogenannten Konditionierungen) zu reagieren, ohne abzuwägen und sich zu überlegen, welche Reaktion angemessen ist. Man hat fest im Unterbewusstsein verankerte Glaubenssätze, nach denen sich das Verhalten ausrichtet.

Wenn ich beispielsweise davon überzeugt bin, nicht gut genug zu sein, wird sich das in meinem Leben sowohl in meinem Beruf, als auch in privaten Beziehungen widerspiegeln. Die Gehaltserhöhung strebt man erst gar nicht an (man ist ja sowieso nicht gut genug) und die unglückliche Beziehung gibt man lieber auch nicht auf (man findet doch bestimmt niemand Besseres mehr).

Bewusst zu leben bedeutet, alle Glaubenssätze zu hinterfragen und schlussendlich aufzulösen, um dem Leben »spontan« und damit neu zu begegnen, und nicht nach alten Überzeugungen zu handeln.

Warum überhaupt bewusst leben?

In diesem Artikel soll niemand davon überzeugt werden, bewusster zu leben, wenn er oder sie mit seinem Leben, so wie es ist, zufrieden ist,. Zufriedenheit und Glücklichsein sind schließlich die Zustände, die wir anstreben!

In den meisten Fällen ist es allerdings so, dass wir, wenn wir unbewusst leben, vergleichsweise wenige Momente haben, in denen wir wirklich glücklich sind (Verliebtsein, Hochzeit, neuer Job, neues Haus, Urlaub usw.) und die restliche Zeit fühlen wir uns gestresst, angestrengt und unzufrieden. Und das muss nicht sein!

Tatsächlich ist es so, dass man jeden Moment als einen glücklichen erleben kann. Das heißt nicht, dass das Leben keine schmerzvollen Augenblicke mehr bereithält. Aber wer einen gewissen Grad an Bewusstheit erreicht hat, kann diese als das ansehen, was sie sind, und nicht mehr darunter leiden. Dazu zählen sowohl eine schwere Trennung, als auch der Jobverlust, der Tod eines geliebten Menschen oder die Diagnose einer Krankheit.

Das Leben ist durch Dualität gekennzeichnet: Freude und Schmerz wechseln einander ab, aber Leiden ist psychologisch und deshalb kann man sich davon befreien.

Wie wird man bewusster?

Um seine Bewusstheit zu steigern, ist es vorrangig wichtig, den Blick nach innen zu richten. Was für manche im ersten Moment selbstbezogen und egoistisch klingt, stellt sich als das genaue Gegenteil heraus.

Tatsächlich sind es nämlich die unbewussten Menschen, die egozentrisch sind, weil sie ständig in der Außenwelt auf der Suche nach etwas sind, das sie glücklich machen soll.

Der bewusste Mensch hingegen erkennt auf dem Weg zur Selbsterkenntnis, dass sich dieses Glück nicht im Außen finden lässt. Weder in der nächsten Beziehung, noch im besseren Job oder der nächsten Reise. Es ist unsere innere Einstellung, die dafür verantwortlich ist, und diese lässt sich ändern. Wenn man bewusst ist (Ich behandle dieses Thema übrigens ausführlich in meinem Buch: Das bist nicht du! Lebe deine wahre Natur und werde glücklich).

Den Blick nach innen richten, heißt, sich Zeit für sich zu nehmen, sich zu fragen, was man wirklich will und dadurch herauszufinden, wer man ist. Denn unsere tiefsten Wünsche geben Aufschluss darüber, wie wir unser Leben verbringen wollen, was unser Herz aufblühen und uns am Morgen aufstehen lässt.

Durch Achtsamkeit und Meditation finden wir immer mehr zu uns selbst, und alles, was wir bisher über uns gedacht haben, was uns vielleicht jahrelang gepeinigt und neurotisch gemacht hat, verschwindet nach und nach, bis nur mehr unsere wahre Natur übrigbleibt.

Und diese erstaunt auf vielerlei Weise, vor allem aber ist sie glücklich, aufgeschlossen, friedvoll und mitfühlend. Und von solchen Menschen kann es auf der Welt doch gar nicht genug geben!

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