Glück – dafür bin ich allein verantwortlich!

Jun 2, 2019

Die meisten von uns haben genaue Vorstellungen davon, was sie glücklich machen würde. Egal ob Materielles, Liebe oder Spirituelles – wenn alle Wünsche nur einen Ausgang haben, nämlich glücklich zu sein, sind sie in Wahrheit gar nicht notwendig. Denn der Ursprung des Glücks ist ein anderer.

Verlangen, das zum Glück führen soll

Die einen setzen auf das Materielle: ein Haus und ein schickes Auto, weite Reisen und teure Kleidung. Nicht zu vergessen, die beeindruckende Karriere und das Ansehen in der Gesellschaft.

Für die anderen ist es die Liebe. Sei es die Liebe zu einem Partner und Seelenverwandten oder in weiterer Folge zu Kindern – sie träumen von der großen Familie, dem Zusammenhalt und der Geborgenheit, die sie ihnen geben soll.

Der Spirituelle hat mit diesen Wünschen längst abgeschlossen (entweder hat er all diese Dinge bereits erreicht oder glaubt, sie sind nicht erreichbar). Er sucht nach der Wahrheit, der Erleuchtung oder nur nach ekstatischen Erfahrungen.

Was allen gemein ist, ist das Streben und die immerwährende Suche nach mehr.

Alle haben sich ihre Rollen aufgebaut, haben sich identifiziert mit den Geschichten und Erfahrungen der Vergangenheit. Mögen die einen für die Gesellschaft wohltuender sein als die anderen, so sind sie alle für sich selbst ein Hindernis. Mit ihren Vorstellungen und Präferenzen verhindern sie, bedingungslos glücklich zu sein.

Am Ende bleibt das Universum

Es liegt in der Natur zu wachsen und sich weiter zu entwickeln. Jede Pflanze, jedes Tier und eben auch der Mensch erleben eine Verwandlung, vom schutzbedürftigen Beginn, über die stärkste Blüte bis zum Verfall und dem Tod. Ein unaufhaltsamer, faszinierender Prozess, der scheinbar bis in alle Unendlichkeit ablaufen wird.

Dieses Bild sollte man stets vor Augen haben. Der Blick in die Natur, in den Makro- und in den Mikrokosmos ziehen uns nicht umsonst in ihren Bann – sie öffnen unsere Sicht auf das, was unbegreiflich allem zugrunde liegt und wir mit unserem begrenzten Verstand niemals fassen können.

Doch was uns begreiflich wird, ist unsere Vergänglichkeit und dieses Geschenk, das wir bekommen haben, und das wir Leben nennen.

Dieser Planet in einem Universum so grenzenlos und unverstanden, dass es einem tagtäglich den Atem rauben müsste, ein Teil davon zu sein.

Ist es tatsächlich von Bedeutung, wie erfolgreich du in deinem Business sein wirst, und wie viel du dir davon kaufen kannst? Wie wichtig ist es, dass du verheiratet bist oder den Partner fürs Leben findest? Und wird eine göttliche Offenbarung zu deiner Erlösung führen oder dich zum ewigen Sucher verdammen?

Am Ende wirst du nichts davon mitnehmen können. Was also sollte der wahre Antrieb sein?

Es gibt nur eine Entscheidung zu treffen

Wie erwähnt, liegt es aber in der Natur des Menschen, Wünsche und Verlangen zu haben, denn schließlich geht es um die Weiterentwicklung und Entfaltung.

Der Körper hat seine Verlangen nach Nahrung, Sex und Wohlbefinden. Unser Verstand scheint jedoch unendlich viele Wünsche zu haben. Oder etwa doch nicht?

Ist all dieses Begehren, das wir hegen, nicht nur einer einzigen Sehnsucht dienlich? Wenn wir uns fragen, warum wir die Karriere, das Haus, den Partner und die Erleuchtung wollen, ist die Antwort darauf dann nicht stets dieselbe? „Weil es mich glücklich machen würde.“

Es gibt in Wahrheit nur eine Entscheidung, die es gilt zu treffen, nämlich jene glücklich zu sein.

Nun ja, mag nun der eine oder andere einwenden, wie aber soll ich glücklich sein, wenn mein Partner mich verlässt, wenn ich einsam und allein bin, wenn ich arm wie eine Kirchenmaus bin und zudem gesellschaftlich verhöhnt und verpönt werde?

Wer solche Antworten parat hat, der unterliegt einem (Irr-)Glauben. Nämlich, dass er keine Kontrolle über sein Glück hat.

Das Glück liegt in deiner Hand (= deinem Verstand)

Ja, wir haben Präferenzen, und zwar sehr viele. Und ja, es sind diese Vorlieben, die dein Glück von den äußeren Umständen abhängig machen. Davon, ob die anderen dich mögen, ob du die anderen magst, ob es zu laut oder zu still ist, ob es zu hektisch oder zu langweilig ist. Und jeder empfindet das auf seine eigene Weise, nämlich rückführend auf seine Genetik und seine Konditionierung.

Aber uns allen ist gemein, dass unsere Präferenzen uns scheinbar glücklich machen.

Der Mechanismus müsste also wie folgt aussehen: Ich habe eine Vorliebe für Apfelkuchen und heute gibt es Apfelkuchen in der Kantine. Welch Freude! Ich bin glücklich. Oder aber ich habe eine Vorliebe für Apfelkuchen, doch heute gibt es nur Schokokuchen in der Kantine. Welch eine Enttäuschung!

Tatsächlich machen viele Menschen ihre Laune von solchen Banalitäten abhängig und ich würde jenen empfehlen, über das Universum und ihre Rolle darin nachzusinnen.

Alle Schokofreunde unter den Lesern werden wahrscheinlich nicht nachvollziehen können, dass man den Apfelkuchen bevorzugt. Und da sehen wir nochmal deutlich: Weder der Apfelkuchen noch der Schokokuchen sind Träger des Glücks. Nur meine Einstellung dazu ist entscheidend.

Kuchen Glück

Verpflichte dich dem Glück

Sich für das Glück zu entscheiden, bedeutet, dass man lernt, keine Bedingungen mehr daran zu knüpfen. Ebenso wie es die bedingungslose Liebe gibt (zwischen Eltern und Kindern häufiger zu beobachten), gibt es auch ein bedingungsloses Glück.

Egal welche Ereignisse mich in diesem Leben treffen (mein Partner verlässt mich, mein Auto wird gestohlen, mein Geld wurde verspekuliert), ich entscheide mich dafür glücklich zu sein. Das mag für viele absurd und zynisch klingen.

Doch ich möchte an Menschen erinnern, die in ihrem Leben durch mehr Schicksale gehen, als viele andere zusammengenommen. Und viele dieser Menschen haben einen unglaublichen Lebenswillen und können jeder Situation etwas Positives abgewinnen.

Manch einer würde sagen: „Aber das reden sie sich nur ein“, doch das stimmt nicht. Tatsächlich haben sich die Werte und Einstellungen dieser Menschen gravierend gewandelt.

Kennst du jemanden, der scheinbar alles hat, und jeden Tag über den langweiligen Job lamentiert, und über das schlechte Wetter und die dummen Politiker schimpft?

Und kennst du vielleicht auch diese Person, die durch Krankheit, Schmerz und Leid geht und sagt, sie freut sich auf jeden Tag, den sie leben darf?

Wie kann das sein? Ist es vielleicht doch so, dass wir selbst die Entscheidung treffen, ob wir Glück oder Leid empfinden? Wie aber lernen wir, eine Einstellung zum glücklich sein zu bekommen?

Wie entscheide ich mich fürs Glück?

Man muss nicht durch Schicksalsschläge wie Krankheit oder Verlust eines geliebten Menschen gehen, um seine Einstellungen zu ändern. Oft sind es sogar Menschen, die alles in ihrem Leben haben, und irgendwann an einen Punkt kommen, an dem ihnen bewusst wird, dass es nichts mehr gibt, wonach sie streben. Das stürzt sie in ein tiefes Loch und sie beginnen das Leben zu hinterfragen.

Man erkennt den Kreislauf vom immerwährenden Entstehen und Vergehen, begreift, dass man unweigerlich darin involviert ist und es kein Entkommen gibt. Warum also nicht anfangen, die Dinge positiv zu sehen und sich dabei gut zu fühlen, anstatt unzufrieden und unglücklich zu sein.

Das ist bei für uns weniger schwerwiegenden Dingen einfacher. Doch auch wenn uns das Schicksal mit einem Kübel voll Schmerz und Kummer überschüttet, uns die Liebsten nimmt und wir von Krankheit heimgesucht werden, wir haben stets die Möglichkeit, den weniger traurigen Gedanken zu wählen.

ballons glück

In kleinen Schritten lernen wir positiv zu denken, und je öfter wir uns für den positiven Gedanken entscheiden und den negativen ablehnen, desto mehr verändern wir damit unser ganzes Wesen. Der Teil von uns, der sofort verurteilt und gejammert hätte, tritt nach und nach in den Hintergrund, denn wir erlauben ihm kaum noch zu Wort zu kommen.

Wir halten mit positiven Affirmationen, Meditation oder allem, was uns ein gutes Gefühl gibt dagegen, bis er den Kampf mit uns aufgibt. Und ja, er wird nicht so einfach locker lassen, aber du hast eine Entscheidung getroffen. Du hast dich fürs Glück entschieden und wirst deshalb alles tun, um glücklich zu sein.

Loslassen und sich öffnen

Lass jenen Teil in dir los, der sich in Dramen stürzt und sich Horrorszenarien ausmalt. Das gelingt dir, indem du dich fragst, ob das wirklich stimmt, was du dir sagst. Bleib dabei ehrlich.

Wie könnte man die Situation noch sehen? Was sagen positiv denkende Menschen dazu? Ersetze deine leidvollen Gedanken durch solche, die dich glücklicher machen. Lass los von den alten Mustern und öffne dich für jene, die deinem Glück förderlich sind.

Denke daran, dass du auf einem Planeten bist, der sich irgendwo in einem Universum bewegt, von dem niemand den Anfang oder das Ende gesehen hat. Entspanne dich in dem Wissen, dass dein Leben eines Tages vorbei sein wird und was gezählt hat, ist nur das, was du dabei gefühlt hast, nicht was andere über dich gedacht haben. Auch sie wird es dann wahrscheinlich nicht mehr geben.

Entscheide dich dafür glücklich zu sein, öffne dein Herz für das Leben und alles, was es dir bringt und erlebe jeden Augenblick so vollkommen als wäre es der einzige. Schließlich wird er nie mehr kommen, denn jeder Moment ist neu und möchte von dir entdeckt werden. Wachse, gedeihe, erlebe, und was immer du tust, entscheide dich dafür, es glücklich zu tun.

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