Eifersucht: Ein Zeichen von Liebe oder fehlender Selbstliebe?

Eifersucht: Ein Zeichen von Liebe oder fehlender Selbstliebe?

Die Geister scheiden sich allzu gerne, wenn es um Eifersucht geht. Wer eifersüchtig sei, der liebe besonders stark. Wer Eifersucht empfindet, dem fehlt es eindeutig an Selbstliebe. Warum entsteht das Gefühl von Eifersucht und kann ein Mensch lernen, weniger eifersüchtig zu sein?

Berechtigte oder unberechtigte Eifersucht

Es gibt viele verschiedene Beispiele für Eifersucht, wobei wir manche als berechtigt und manche als unberechtigt ansehen. Wir empfinden Eifersucht, wenn …

♦ Jemand hübscher, besser, klüger oder erfolgreicher ist als wir.

♦ Unser/e Freund/in etwas mit anderen unternimmt und wir nicht eingeladen sind.

♦ Der Partner jemand anderes ansieht (vor allem, wenn wir das Gefühl haben, die Person sei hübscher, besser usw.)

♦ Der Partner sich mit jemand anderes unterhält bzw. flirtet.

Jeder mag einen Grund wissen, warum es in seinem speziellen Fall berechtigt war, eifersüchtig zu reagieren, vor allem, wenn es um den Partner geht. Schließlich habe der niemand anderes, der gut aussieht, anzusehen, geschweige denn sich angeregt mit besagter Person zu unterhalten. Warum eigentlich?

Um diese Frage zu beantworten, sollten wir verstehen, wo das Gefühl von Eifersucht herrührt. Sehen wir uns den Prozess von Anfang an an, denn die Kurzantwort darauf ist ebenso unbefriedigend, wie den Partner mit einer anderen Person flirten zu sehen.

Warum wir uns eine Beziehung wünschen

In einer gut funktionierenden Partnerschaft sein, in der sich beide lieben, verstehen und füreinander da sind. Kaum ein Mensch, der sich das nicht wünschen würde, und kaum jemand, der nicht einen Film in seinem Kopf hat, wie so eine Beziehung aussähe.

Unser Verstand hat im Laufe unseres Lebens viel gespeichert: Allen voran unsere persönlichen Beziehungsgeschichten und deren „unhappy endings“, die uns zeigen, was wir künftig nicht wollen.

Gepaart wird das Ganze mit hübschen Hollywoodfilmen, den Storys unserer Lieblingsstars auf Instagram und den Ratschlägen und Weisheiten der lieben Eltern.

Nicht zu vergessen all die einsamen Tage, die wir allein zu Hause vor dem Fernseher (mit oben erwähnten Hollywoodschinken) zubrachten. Unser Verstand hat den Kontrast zu den glücklichen Zeiten, die wir in Beziehungen hatten, aufgezeichnet und ist nun fleißig an der Arbeit, unsere Wünsche zu erfüllen.

Das ist, was der Verstand tut und es ist überaus wichtig, dieses Prinzip zu begreifen, wenn wir der Eifersucht (oder jeglichem Leidenszustand) begegnen wollen. Fassen wir es deshalb noch einmal kurz zusammen:

Unser Verstand sammelt unser Leben lang Informationen, teilt sie in gut und schlecht ein und strebt zukünftig nach dem Guten und versucht Schlechtes zu vermeiden.

Ergo: Alleinsein war nicht schön, Beziehung war schön → „Ich will eine Beziehung.“

 

 

Warum der Plan nicht aufgeht

Verliebt sein ist wunderschön – niemand stellt das in Frage. Wir lieben es, verliebt zu sein. Wir fühlen uns großartig, wir werden begehrt, wir begehren, wir genießen die Aufmerksamkeit, die wir bekommen und die wir geben. Die Aufregung, die Spannung, das Prickeln und das Kribbeln.

Doch halt! Da schleicht sich jäh etwas in diesen wunderbaren Fluss aus Glücksgefühlen: Es ist Angst. Angst, dass einem diese Gefühle wieder genommen werden. Angst, diesen Menschen zu verlieren. Angst, nicht mehr so geliebt zu werden.

Mit dieser Verlustangst beginnen auch die ersten Eifersuchtsgefühle. Warum hat er/sie noch nicht angerufen? Wieso geht er/sie heute lieber mit Freunden aus? Das Interessante ist, dass diese Verlustangst sogar da ist, wenn es überhaupt keinen augenscheinlichen Grund dafür gibt, verlassen zu werden.

Sie rührt aus folgender Intuition heraus: Wir können niemals zu 100% wissen, ob uns jemand wirklich liebt. Egal was er sagt, egal, was er tut.

Was dieser Mensch wirklich empfindet, weiß nur er selbst. Und tief in unserem Inneren ist uns das bewusst. Und diese Unsicherheit macht uns Angst.

Was wir wirklich wollen

Gehen wir nochmal einen Schritt zurück. Ich behaupte, wir wollen gar nicht die Beziehung per se. Ich untermauere diese Behauptung folgendermaßen: Du hast die Wahl zwischen …

a) Einer Beziehung, aber du bist unglücklich, unzufrieden, lustlos und hast die Lebensfreude verloren oder

b)  Du bist Single, aber bist glücklich, sprühst vor Energie und Lebensfreude und bist voller Tatendrang.

Wie fällt die Entscheidung aus? Ziemlich sicher fällt sie auf den Satz, in dem das Wort glücklich vorkommt. Denn das ist es, was jeder von uns sein möchte. (Siehe auch: Was will ich wirklich? Die Frage, die dein Leben ändert)

Wir wollen Beziehungen, weil wir GLAUBEN, dass sie uns GLÜCKLICH machen werden!

Es ist so wichtig, das wirklich zu begreifen und zu verinnerlichen, dass wir es noch einmal zusammenfassen, bevor wir das Thema Eifersucht in seine Bestandteile zerlegen (das Gehirn muss etwas öfters hören, um es tatsächlich anzunehmen).

Warum wir glauben, dass eine Beziehung glücklich macht

♦ Wir wachsen mit Glaubenssätzen auf; das sind die Programme, die unser Verhalten und unser Leben bestimmen

♦ Was wir denken und fühlen, hängt von dem ab, was wir die meiste Zeit unseres Lebens gesehen und erlebt haben. (Siehe auch: Unser Selbstbild bestimmt wie wir leben)

♦ Wenn 95% der Bevölkerung uns unsere Kindheit und Jugend hindurch predigen, dass eine Beziehung uns glücklich machen wird, wenn Hollywoodfilme und Medien uns das tagtäglich bestätigen, dann GLAUBEN wir es irgendwann.

Was wir wirklich wollen, ist glücklich sein, NICHT die Beziehung, nicht das Geld, nicht der Erfolg oder was immer wir sonst glauben zu wollen.

Warum uns eine Beziehung glücklich macht

Weil all unsere Vorstellungen in dem Augenblick, in dem wir bekommen, was wir ersehnen, erfüllt werden.

Zerlegen wir den Prozess, der in uns abläuft:

♦ Die Welt erzählt mir, dass es nichts Schöneres im Leben als die Liebe gibt. Ich sehe es im Fernsehen und höre es von Freunden. Alle bestätigen es. Sie sehen glücklich aus. Ich will das auch.

♦ Ich will, ich will, ich will. Das wird eine Obsession. Überall sehe ich nur mehr das, was ich will. Ich bin frustriert, weil ich es nicht habe. Ich bin verunsichert. Bin ich nicht gut genug?

♦ Ich bekomme, was ich will (Partner, Job, Auto, Geld, was auch immer). Die Anspannung lässt nach. Ich bin gut, weil ich bekommen habe, was ich wollte. Ich bin wertvoll. Ich bin glücklich.

Das Gefühl des „Glücklichseins“, das sich einstellt, ist das Nachlassen der ewigen Suche, die uns angespannt und frustriert hat. Wir fühlen uns nicht mehr nutzlos, sondern endlich wertvoll.

Es ist nicht der äußere Umstand, der das verursacht hat, sondern unser inneres Loslassen von all unseren Vorstellungen!

Was ist Eifersucht?

Nach all der wichtigen Vorarbeit, die wir für das Verständnis brauchen, können wir uns nun dem unangenehmen Gefühl der Einsamkeit widmen und sie ein für alle mal enttarnen.

Eifersucht rührt aus der oben beschriebenen Verlustangst. Sie ist also tatsächlich der Ausdruck von Unsicherheit und eines Mangels an Selbstliebe. Unser Partner stopft das Loch der Wertlosigkeit in uns, das wir die meiste Zeit unseres Lebens mit uns herumgeschleppt haben, und nun haben wir Angst, ihn zu verlieren.

Cave (weil man es nicht oft genug sagen kann): Es ist nicht der Partner, der uns das Gefühl gibt wertvoll zu sein; wir selbst tun das, indem wir im Moment des Zusammenseins von unseren Vorstellungen ablassen.

Was kann ich gegen Eifersucht tun?

Den Mechanismus durchschauen und ihm mit der Wahrheit entgegenwirken.

Beispiel: Der Partner interessiert sich für jemand anderes.
Was ich fühle: Mein Partner findet mich nicht mehr schön oder gut genug. Ist diese andere Person besser als ich? Ich bin wertlos. Ich bin nicht liebenswert.

Wahrheit: Jeder Mensch hat Präferenzen und die deines Partners ändern sich eventuell mit der Zeit (auch deine können sich ändern).

Wenn du ein bestimmtes Musikstück magst, heißt das auch nicht, dass alle anderen Musikstücke schlecht sind, oder? Es ist nur dein persönlicher Geschmack. Wenn dein Partner jemand anderes möchte, weil ihm etwas nicht mehr in der Beziehung gefällt, macht dich das nicht schlechter! Er oder sie will einfach etwas anderes, etwas Neues.

So schwer das für uns klingt, aber das Leben ist eine ständige Weiterentwicklung und man muss akzeptieren, dass Menschen sich verändern und mit ihnen ihre Wünsche und Vorstellungen.

Das macht uns nicht zu weniger liebenswerten Menschen! Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir einer anderen Person begegnen werden, die uns großartig findet. Für diese Möglichkeiten sollte man sich öffnen, indem man Vergangenes ruhen lässt.

Die Eifersucht entsteht wegen der Geschichte, die sich in deinem Kopf abspielt! Es sind deine Gedanken, die das Leiden verursachen, nicht die Situation an sich.

Es ist traurig, wenn Menschen sich voneinander trennen, aber es ist kein Grund monatelang Feindseligkeit und Schmerz zu empfinden und sich selbst als wertlos anzusehen.

Abschließend lässt sich also bestätigen, dass es die fehlende Selbstliebe ist, die uns ein Gefühl der Wertlosigkeit vermittelt und uns in weiterer Folge eifersüchtig werden lässt.

Lass nicht andere darüber bestimmen, ob du wertvoll bist, sondern mach dir Folgendes bewusst: Du bist ein wichtiger Teil dieser Existenz, so wie jedes Atom deines Körpers und jeder Planet in diesem Universum. Würde auch nur eine Sache fehlen, wäre das ganze System verändert, und so hat es einen besonderen Wert, dass du hier bist, genau in diesem Moment. Du bist nicht von der Meinung eines einzelnen Menschen abhängig. Du bist schließlich Teil des großen Ganzen. Und dieses große Ganze will dich hier und jetzt auf dieser Welt wissen. Wenn das nicht ein Grund ist, sich wertvoll zu fühlen.

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Warum fühlt sich verliebt sein eigentlich so toll an? Da trifft man jemanden und von einem Tag auf den anderen, macht das Leben viel mehr Sinn und der bisherige Alltag erstrahlt in neuen Farben. Man kann es kaum erwarten, den anderen zu hören, zu sehen und zu fühlen – diese Vorfreude und all die schönen Augenblicke, wenn unsere Erwartungen erfüllt oder übertroffen werden. Und dann? Was passiert nach Monaten und nach Jahren, wenn Anrufe zu einer Verpflichtung werden, Streit alltäglich wird oder das Interesse am anderen nachlässt? Was ist der Beziehungskiller Nummer 1, der sich einschleicht und für viele nie wirklich offensichtlich ist?

Die Ursache liegt nicht am anderen

 

♦  Du gibst mir nicht mehr genug Aufmerksamkeit.

♦  Du wertschätzt mein Tun nicht.

♦  Du lässt mich zu viel allein.

♦  Du bemühst dich nicht mehr.

Wir glauben zu wissen, warum die Luft aus einer Beziehung raus ist, und in den meisten Fällen machen wir das Verhalten unseres Partners dafür verantwortlich. Auch wenn die oben genannten Beispiele auf ihre Art und Weise berechtigt sein mögen, so liegt in diesen Aussagen die Ursache nicht nur im Verhalten des anderen, sondern in der eigenen Haltung.

Nehmen wir doch für einen Moment Stift und Papier zur Hand und beantworten die Frage, warum wir uns in unserer Beziehung nicht mehr glücklich fühlen. Vielleicht finden sich auf deiner Liste ganz ähnliche Sätze wie oben, wobei wir sie nun in der Ich-Person schreiben wollen („Ich wünsche mir mehr Aufmerksamkeit“ usw.).

Was macht mich glücklich in einer Beziehung? Schreiben wir auch das auf („gemeinsame Aktivitäten“, „wertgeschätzt zu werden“, „Aufmerksamkeit bekommen“ usw.)

Auch wenn all unsere Listen ähnlich sein dürften, so werden sie dennoch voneinander abweichen, weil wir unterschiedliche Vorstellungen von einer gut funktionierenden Beziehung haben. Hier liegt übrigens der Hund begraben.

Wenn unsere Erwartungen nicht erfüllt werden, sind wir nicht erfüllt. Daher ist unser Beziehungskiller Nummer 1: Erwartungen haben.

Aber es lief doch alles so gut

Verliebte haben es einfach, denn ihre Erwartungen werden erfüllt. Sie bekommen und geben ihre ungeteilte Aufmerksamkeit, sie wollen und werden gewollt, kurz gesagt: Ihre Egos werden voll uns ganz befriedigt.

Doch der Mensch adaptiert sich im Laufe der Zeit (in jedem Lebensbereich), und so auch in der Liebesbeziehung. Berührungen prickeln nicht mehr, da der Körper sie kennt; wenn der Name des Partners am Telefondisplay erscheint, macht das Herz auch keine Sprüngen mehr und die Verabredung, die früher viel Vorbereitungszeit benötigte, wird zu einem gewohnten, schnellen Essengehen beim Asiaten ums Eck.

Das menschliche Wesen will wachsen und sich weiterentwickeln, daher der Mechanismus der Adaptation, den wir aufgrund unserer Konditionierung nicht einsehen wollen.

Wir sind nämlich folgendermaßen „konditioniert”: Was sich gut anfühlt, will ich behalten und will mehr davon, und was sich nicht gut anfühlt, will ich vermeiden.

Und dieses Prinzip versuchen wir auch in unseren Beziehungen anzuwenden. Alles in diesem Leben ist in einem ständigen Wandel, und doch fällt es uns schwer, das auch für unsere Partnerschaften zu akzeptieren. Wir neigen dazu, zurückzublicken und uns nach den guten Gefühlen zu sehnen, die wir einst bekommen haben.

Beziehungskiller sind nicht die Umstände

Wir gehen fälschlicherweise davon aus, dass es unsere veränderten Lebensumstände sind, die als Beziehungskiller fungieren.

Natürlich gibt es Veränderungen in Beziehungen wie Kinder, die eine Zerreißprobe für die Partnerschaft darstellen, doch auch hier sind es nicht selten die Erwartungen, die nicht mit der Realität übereinstimmen. Die Frau, die erwartet hatte, dass die Rollenverteilung ausgeglichener sein würde oder der Mann, der sich vernachlässigt fühlt.

Und wenn es nicht Kinder sind, dann ist es ein Hobby, das der andere verfolgt und in das man nicht involviert ist. Es scheint immer äußere Umstände zu geben, die in ihrem Kern aber nur eine Aussage machen: Meine Erwartungen werden nicht erfüllt.

Beziehungskiller Erwartungen

Die meisten Menschen haben ein Bild im Kopf, wie eine perfekte (oder zumindest gut funktionierende) Beziehung auszusehen hat. Für den einen bedeutet es, seine Freiheit zu wahren, für den anderen 24 Stunden am Tag miteinander zu verbringen. Die einen finden es gut, Sachen mit ihren Freunden zu machen, während die anderen meinen, man solle nur gemeinsame Freunde haben.

Wie auch immer die Vorlieben aussehen mögen, wenn Menschen sich finden, die diese Präferenzen teilen, gibt es für einen längeren Zeitraum keine Probleme. Wer die Einstellung vertritt, Kompromisse gehören zu einer Beziehung, wird es wahrscheinlich einfacher haben, als jemand der keine Kompromisse eingehen möchte (es sei denn, er trifft jemanden, der auf alles der Partnerschaft wegen verzichtet).

Es sind unsere Einstellungen und Erwartungen, von denen unsere Zufriedenheit in einer Beziehung abhängt.

Was ist das Problem mit Erwartungen? Wie oben erwähnt, ist Veränderung im Leben unausweichlich. Wer seine Erwartungen von der Verliebtheitsphase behält, wird nach 3 Jahren Beziehung feststellen müssen, dass er es mit zwei veränderten Personen zu tun hat, die sich nicht mehr geben können, was einmal war.

Was passiert, wenn unsere Erwartungen nicht erfüllt werden?

Vorwürfe, Schuldzuweisungen, Enttäuschung und Frustration, die sich wiederum in Vorwürfen und Schuldgefühlen äußern, sind die Ausläufer unerfüllter Erwartungen. Offensichtliche Beziehungskiller.

Das kann sich bis in ein tiefgreifendes Gefühl von Wertlosigkeit steigern, denn wenn unsere Erwartungen nicht erfüllt werden, glauben wir, etwas falsch gemacht zu haben oder nicht gut genug zu sein. Was also tun?

Beziehungskiller ausmerzen

Die Lebensumstände lassen sich nicht immer beeinflussen, daher ist der Ansatzpunkt für eine Veränderung im Leben stets bei sich selbst am besten. Hierfür empfiehlt sich:

1. Verantwortung übernehmen

Wenn wir unzufrieden sind, reicht es nicht, nur den anderen dafür verantwortlich zu machen. Schließlich ist das Verhalten des anderen auch eine Reaktion auf die eigenen Handlungen. Jedoch rate ich davon ab, sich oder den anderen zu verurteilen oder Schuldzuweisungen zu machen.

Besser ist es, zu erkennen, dass man selbst der Meister seines Lebens ist und wo man ist, ist man, weil man bestimmte Entscheidungen getroffen hat. Ich bin diesen Weg gegangen und deshalb bin ich, wo ich bin. Ich möchte woanders sein, also schlage ich einen anderen Weg ein. Versuche nicht den anderen zu verbiegen, damit du zufrieden bist. Fang bei dir selbst an!

2. Erwartungen ändern

Glaubenssätze, Vorstellungen und Erwartungen hast du dir im Laufe des Lebens aufgrund deiner Erfahrungen angeeignet. Du bist nicht mit ihnen geboren worden. Das bedeutet, dass du sie ändern kannst.

♦  Gibt es andere Möglichkeiten, wie du gewisse Aspekte der Beziehung sehen könntest?

♦  Stimmt es, dass der Partner sich so zu verhalten hat, wie du dir das wünscht? Verhältst du dich denn genau so, wie dein Partner sich das wünscht?

♦  Muss man gegenseitige Bedürfnisse befriedigen? Warum? Welche Gefühle möchtest du befriedigt wissen und weshalb?

3. Lerne, dich selbst zu lieben

Es ist eine zeitlose Wahrheit, die wir immer und immer wieder hören, doch scheinbar nicht verstehen wollen: Wer sich selbst nicht liebt, wird auch andere nicht lieben können.

Was viele als Liebe bezeichnen, ist nichts weiter, als das eigene Ego befriedigen zu wollen, weil man sich selbst wertlos fühlt. Wir nehmen statt zu geben.

Aber vorsicht, auch Geben kann auf Unzulänglichkeit und einem Mangel beruhen: Ich fühle mich erst dann wertvoll und gut, wenn ich etwas für andere getan habe.

Geben, wenn man vor Liebe und Glück überquillt und daher keines dieser Gefühle mehr braucht, sondern mit anderen teilen möchte, ist wahres Geben.

Daher ist Selbstliebe auch der Schlüssel zu einer gut funktionierenden Beziehung, da sie nicht darauf beruht, etwas von der anderen Person zu brauchen. Man verbringt einfach gerne Zeit mit diesem Menschen.

Es steht dir frei zu lieben, zu genießen, Spaß zu haben und sich gut zu fühlen. Doch um wahrhaft frei zu sein, musst du dich erst frei von all den Erwartungen und Vorstellungen machen, die dein Leben bestimmen. Unter ihnen wartet dein glückliches Selbst, das es kaum erwarten kann, sich neu zu entdecken – vor allem in zwischenmenschlichen Beziehungen.

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Du bist toll! Genau so wie Du bist.

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Für Dich!

Nein, du wirst nie sein wie jemand anderes. Und wenn du es gerne wärst, dann schlag dir das schnell aus deinem Kopf. Du bist, wie du bist. Vollkommen. Und egal, was du in diesem Moment von dir denkst, ob du dich magst oder nicht, eines sollte dir bewusst sein: Niemand hat und wird die Welt jemals so erleben wie du.

Niemand sieht, was deine Augen sehen, hört, was deine Ohren hören, begreift, was dein Verstand begreift. Was immer du darüber denken magst, so ist es doch außergewöhnlich, dass das Leben etwas gar Einzigartiges wie dich geschaffen hat, um zu erfahren, was nur durch dich zu erfahren ist.

Das Licht, das auf deine Augen trifft, die Bilder, die in deinem Kopf entstehen, die Worte, die du ihnen beifügst und die Ideen, die daraus erblühen. Eine eigene Welt, die du kreierst und mit der du andere berührst, wenn du sie dahin einlädst.

Hast du eine schöne oder traurige erschaffen? Wer ist der Träumer dieses Traums – lacht er oder weint er ob des Lebens Sinn und Unsinn?

Schlaftrunken wandelst du, Jahrzehnte oder gar mehr als nur ein Leben, die Illusion zur Wirklichkeit erkoren, fragend, suchend, rastlos. Wohin so eilig? So viel zu tun, zu sehen, zu erledigen; Listen voll Aufträge und Verpflichtungen, vernebelte Köpfe und keine Zeit zu verlieren.

Zeit. Sie läuft so schnell. Unbeirrt und unaufhaltsam, und du immer hinter ihr her. „Bleib, bleib!“, rufst du, doch nie hat sie auch nur einer von uns aufhalten können. Was willst du halten? Wovor die Angst? Was hast du verpasst, von dem du glaubst, es stünde dir zu?

Den Tod anflehend, wenn er klopft, dich gewähren zu lassen, es gäbe so viel, was du noch tun wolltest. Man hatte bisher keine Zeit gehabt. Andauernd sei sie dir davon gelaufen, man war zu langsam. Stets zu langsam.

Die Stille spricht, denn der Tod hat keine Worte: Du bittest um mehr Zeit? Ich habe dir ein ganzes Leben gegeben. War es nicht genug?

Du bist einem Geist nachgejagt, dein Leben lang, dem Geist des Erfolgs, der Erfüllung und der Freiheit, der stets in der Zukunft auf dich warten würde, wenn du tätest, wie dir geheißen.

So opfertest du Zeit, um später Zeit zu haben, opfertest deine Freiheit, um später frei zu sein und deine Seele, um irgendwann zu Gott zu finden.

Ich weiß nicht, wer du bist, aber du fügst Buchstaben zu sinnhaften Worten, lässt sie Bilder in deinem Kopf malen und Emotionen in dein Herz brennen.

Wer kannst du anderes sein, als ein Spiegel des Göttlichen, das aus Gaswolken Planeten braut und aus Samen Lebendiges gebärt.

Wie kannst du je an dir zweifeln, wenn du diese Schönheit bist, als Teilstück im Außen und als Ganzes im Innern? Wo hörst du auf und wo hast du begonnen, wenn der Fluss des Lebens nie stillsteht und du vor deiner Geburt die Zellen eines anderen warst und nach deinem Tod das Leben eines anderen wirst? Fragst du dich auch manchmal, ob es einen Anfang und ein Ende gibt?

In diesem Kreislauf, so mysteriös und abenteuerlich er ist, da ist nur eines gewiss: Nie hat es jemanden oder wird es jemanden wie dich geben. Du bist einzigartig und auf deine ganz spezielle Weise bringst du das Leben zum Lachen und zum Weinen, zum Freuen und zum Leiden. Und es liebt deinen Weg bedingungslos und wird sich dir nie als Hindernis aufstellen.

Ob du dich für Kummer oder Vergnügen entscheidest, es unterstützt dich wie eine Mutter ihr Kind, es nickt verständnisvoll und streichelt deinen Kopf, wenn du dich im Sumpf der Trauer suhlst und lacht vergnügt mit dir, wenn du im Fluss der Ekstase badest.

Und wie Mütter so sind, wird es versuchen, dich vorsichtig zu lenken und dich stets daran erinnern, es nicht zu ernst zu nehmen. „Du bist gut, so wie du bist“, wird es dir zuflüstern, „Wo du bist, ist genau richtig. Was du tust ebenso.“

Die Natur macht keine Fehler. Wenn du mit den kindlichen Augen des Lebens siehst, erkennst du, dass alles gut ist, wie es ist. Hörst du, wie es flüstert? „Vollkommen ist das Leben“, haucht es. „Vollkommen, genau wie du.“

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Ich kann nicht abschließen! Zieh den Schlussstrich.

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Die Beziehung ist längst vorbei und doch tauchen die Bilder der Vergangenheit oft Monate und gar Jahre später in unserem Kopf auf. Sie verfolgen uns bis in unsere neuen Partnerschaften und drängen sich als Vergleiche gegenüber der neuen Liebelei auf. Warum kann man nicht abschließen, wenn der Schlussstrich uns retten und den Gedanken an den Verflossenen ein für alle Mal ein Ende setzen soll?

Der Mensch unserer Träume

Vielleicht haben wir in unserem Leben zu viele Filme gesehen oder Bücher gelesen. Vielleicht sind wir von unserer Familie und dem Umfeld zu stark beeinflusst worden.

Wir entwickeln Präferenzen in vielerlei Hinsicht und da ist der Partner nicht ausgenommen. Manche Vorlieben ändern sich mit den Jahren, andere scheinen sich nie zu wandeln. Und manchmal trifft man jemanden, der das Bild unserer Traumperson transformiert.

In unserer Vorstellung backen wir aus den verschiedensten Zutaten den Mann oder die Frau unserer Träume, diesen Seelenverwandten, der unser Leben glücklich machen soll, der uns versteht und uns ganz macht.

Doch im Teig finden sich hie und da spitze Steinchen, an denen sich der eine den Schmelz abradiert und der andere den Zahn ausbeißt. Den Kuchen wegschmeißen und neu backen? Sicherlich nicht, dafür hat man zuviel Zeit für die richtige Mischung investiert!

Da werden lieber Stück für Stück die kleinen und größeren Steine herausgepickt und der Teig zurecht geformt, bis alles wieder halbwegs stimmt. Vielleicht kann man mit ein paar Zuckerverzierungen dem Ganzen etwas Süße verleihen.

Irgendwann ist Schluss

Doch manchmal bringt selbst die Schokoglasur keine Abhilfe, wenn sich darunter ein Fels gebildet hat, der keinen Zugang zum weichen Kern mehr zulässt.

Immerzu die gleichen Streitereien über dieselben Themen, die Uneinsichtigkeit und die Vorwürfe, das Unverständnis und die Gleichgültigkeit.

Beide merken es: Man ist nicht mehr glücklich und doch schafft keiner es loszulassen, versucht es wieder und wieder, schwört Besserung und gelobt Einsicht, bis zum nächsten Crash, an dem sich die Beteiligten erneut nicht einig werden wollen.

Wenn uns bereits das Loslassen von dieser Person schwerfällt, wir aber wissen, dass es keinen Sinn hat weiterzumachen, weil die Beweislast uns erdrückend klarmacht, dass wenig Hoffnung auf eine Veränderung besteht, wird das Abschließen noch schwerer.

Tief in uns wissen wir das und deshalb haben wir Angst, ein für alle Mal einen Schlussstrich zu ziehen. Aber wir müssen uns eingestehen, dass die Person – so sehr wir uns das auch wünschen würden – sich nicht mehr ändern wird.

Irgendwann erkennt jeder Hund, dass Herrchen nur so tut, als würde es den Ball schmeißen, und wird nicht mehr loslaufen.

Warum kann ich nicht abschließen?

Der Grund dafür ist einerseits die Vorstellung, die wir in unserem Kopf tragen und andererseits die Leere, die ausgeglichen werden soll.

1. Vorstellungen

Diese können mit der Person oder mit Partnerschaften im Allgemeinen zu tun haben.

Menschen, die ein negatives Bild über das Singledasein haben, werden häufiger den Versuch starten, eine Beziehung unter allen Umständen zu halten. Vor allem, wenn sie zusätzlich den Glauben vertreten, in ihrem Alter sei es nicht mehr so einfach möglich, jemanden kennenzulernen, oder sie würden niemanden mehr finden, der ihre Macken so annehmen würde, wie dieser Partner usw.

Die Angst davor in Einsamkeit zu enden, treibt sie dazu, über vieles hinwegzusehen, was ihnen schon lange nicht mehr gut bekommt. Auch Materielles kann ausschlaggebend für das Zusammenbleiben sein (Angst, die Wohnung zu verlieren, weniger Geld und damit einen geringeren Status haben).

Diese Ängste werden nicht selten zur selbsterfüllenden Prophezeiung, wenn es dann tatsächlich zur Trennung kommt, und man kann nicht abschließen, wenn man sich einredet, dass es vorher besser gewesen ist.

2. Leere und Vorlieben

Auf der anderen Seite haben wir häufig das Gefühl, dass uns etwas in unserem Leben fehlt, bis schließlich der Partner unserer Träume aufkreuzt und die Leere verschwindet. Sofort sind wir überzeugt, dass es der oder die Richtige sein muss, denn endlich fühlen wir uns ganz.

Und dieser Glaube macht es umso schwerer, die Person zu vergessen, wenn es zur Trennung kommt.

Die Leere, die wir empfinden, kommt im Übrigen in Wirklichkeit daher, dass unsere Fähigkeit zur Selbstliebe nicht ausreichend vorhanden ist.

Dadurch wissen wir nichts mit uns anzufangen, wenn wir alleine sind, sind gelangweilt oder rastlos und brauchen Bestätigung von anderen, damit wir uns liebenswert fühlen.

Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, haben wir zudem unsere speziellen Vorlieben (optisch als auch charakterlich), und finden wir schließlich einen Menschen, der diesen gerecht wird, wird unser System beflügelt und wir sind ganz Feuer und Flamme.

Trennen wir uns von diesem Menschen, kommt es nicht selten vor, dass man kommende Partner mit dem oder der Ex vergleicht und finden sich diese besonderen Eigenschaften nicht mehr, fällt es uns schwer loszulassen: Man kann nicht abschließen.

Was tun, wenn ich nicht abschließen kann?

Es ist schon ein Jahr seit der Trennung vergangen, du bist wieder in einer neuen Beziehung und immer wieder drängen sich Bilder über den oder die Ex in deinen Kopf? Meldet er oder sie sich gar noch und du schaffst es einfach nicht, einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen?

Mach eine ehrliche Bestandsaufnahme:

  • Wenn ich an meinen Ex denke, vermisse ich ihn/sie? Wünsche ich mir ihn/sie zurück? Wenn ja, warum?
  • Warum haben wir uns getrennt? Idealisiere ich die Beziehung jetzt im Nachhinein? Würde ich das alles noch einmal durchmachen wollen?
  • Hat er/sie meine Vorstellungen von einem perfekten Mann/ einer perfekten Frau erfüllt? Was sind das für Vorstellungen, die ich habe und muss ich sie haben?
  • Habe ich Angst davor, allein zu sein oder meine Sicherheit zu verlieren? Kann man jemals eine absolute Sicherheit haben oder ist das nur ein Konzept von mir?
  • Ist mir wichtig, was Freunde/Familie/die Gesellschaft von mir denken, wenn ich Single bin? Was halte ich von Singles? Habe ich Angst, mein Ansehen zu verlieren? Wenn ja, stimmt das wirklich?

Hast du dir diese Fragen je gestellt oder bist du ihnen ausgewichen, weil sie ein Unbehagen in dir auslösen? Versuche, vor allem die dick unterlegten Fragen möglichst objektiv zu beantworten (so, als würdest du mit einem guten Freund sprechen).

Wir müssen unsere Vorstellungen, Ideen und Glaubensgrundsätze kennen und sie ernsthaft hinterfragen, indem wir einen objektiven Blick darauf werfen (so, wie wir es bei einem guten Freund täten). Nur dann sind wir in der Lage, die alten Muster der Vergangenheit loszulassen und uns frei zu machen für Neues.

Ich empfehle hierzu den Artikel “Achtsamkeit und Bewusstsein“, um das Beobachten der meist unbewusst ablaufenden Prozesse, die für unsere Vorstellungen verantwortlich sind, zu erlernen und schließlich fallen zu lassen.

Lerne dich kennen und verstehen, und du wirst staunen, wenn du entdecktst, dass du kein Sklave deiner negativen Gedanken sein musst, sondern selbst darüber entscheidest, wer in deinem System Platz hat und wer nicht!

Wir sind oft viel mehr damit beschäftigt, dem anderen die Schuld für das Beziehungsaus zu geben, rechtfertigen uns und analysieren die Streitereien und vor allem den Partner, und übersehen das wirklich Wichtige: Den Blick nach innen auf sich selbst. Denn der Schlüssel zur wahren Freiheit von den selbstauferlegten Bürden ist nur dort zu finden.

Kenne deinen Wert

Wer nicht abschließen kann, glaubt, dass ihm etwas fehlt, was diese Person ihm geben könnte. Doch diese Leere rührt in Wahrheit aus dem Mangel an Selbstliebe, den wir empfinden und versuchen, durch einen anderen Menschen auszugleichen.

Dabei ist ein jeder von uns für sich genommen wertvoll und liebenswert, einzig unsere Vorstellungen verzerren unsere Sicht und lassen uns etwas anderes glauben.

Lass deine Ideen, deine Glaubensgrundsätze und deine Vorstellungen für einen Augenblick fallen, und fühle deinen Platz in diesem Leben, der immer richtig sein wird, egal wo du bist. Schau den Baum an, der verlassen auf der Wiese steht. Ist er allein? Wird er nicht von der Sonne geküsst, von der Erde genährt und vom Wind umarmt? Das Leben wird auch dich führen und tragen, wenn du es lässt, es wird dich halten und wärmen, dich trösten und dir Mut spenden; und eines ist ganz gewiss: Nie wird es dich vergessen.

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von Napoleon Hill
4.4 von 5 Sternen

Napoleon Hills Buch wurde seit seiner Erstveröffentlichung 1937 60 Millionen Mal verkauft. Als junger Mann interviewte er Andrew Carnegie, den damals reichsten Mann seiner Zeit, der ihm die Geheimnisse des Erfolgs preisgeben würde, wenn er Napoleon sie in einem Lebenswerk, das über 20 Jahre Entstehung in Anspruch nehmen soll, niederschreiben würde. Über 500 Millionäre hat Napoleon dafür interviewt und viele Menschen hat er mit diesem Buch zu Millionären gemacht. Herausgekommen ist eine ebenso zeitlose wie überzeugende Anleitung für persönlichen Erfolg, in der Hill zeigt, wie man in nur 13 Schritten sein Leben verändern kann.
Das Geheimnis erscheint in jedem Kapitel, wird jedoch nie offen ausgesprochen, da der Leser selbst dahinter kommen soll.
Nicht umsonst ein Klassiker und Bestseller.

Ändere deine Gedanken – und dein Leben ändert sich: Die lebendige Weisheit des Tao

von Wayne W. Dyer
4.6 von 5 Sternen

In Wayne Dyers Buch werden Weisheiten von Laotses Tao Te King wiedergegeben, welche er kommentiert und schließlich für unsere heutige Zeit anpasst. Außerdem zeigt Wayne Dyer, wie wir die Weisheiten im Alltag umsetzen können. Die Texte lesen sich leicht und offenbaren Rat und Beistand für sämtliche Lebenslagen – alle mit dem einen Grundgedanken, den Menschen in harmonischen Einklang mit sich und seiner Umwelt zu bringen.

Das Gesetz der Resonanz Gebundenes Buch

von Pierre Franckh
4.6 von 5 Sternen

Pierre Franckh bringt in seinem Buch das bereits seit Jahrtausenden bestehende Wissen um das Gesetz der Anziehung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammen, um so auch Menschen, die dem Thema bisher skeptisch gegenüberstanden, offener für diesen Gegenstand zu machen. Zu Beginn wird neben dem Begriff Resonanz auch die Wirkung unserer Gedanken auf unsere Zellen und die DNA erklärt. Behandelt werden die Themen Gesundheit, Liebe und wie man seinen Seelenpartner finden kann, aber auch Selbstliebe, Vergebung und auch das Transformieren alter Überzeugungen. Anhand vieler Übungen und erfolgreicher Geschichten von Lesern zeigt Pierre Franckh, wie Sie sich effektiv und geradezu spielerisch in energetische Übereinstimmung mit Ihren Herzenswünschen bringen.

Gespräche mit Gott: Vollständige Ausgabe

von Neale Donald Walsch
4.6 von 5 Sternen

Vom Titel des Buches sollte man sich nicht irreleiten lassen. Auch wenn Neale Donald Walsch das Buch tatsächlich als einen Dialog mit Gott schreibt, so sind darin keine religiösen Ansichten beschrieben, die einem aufoktroyiert werden, vielmehr wird man dazu angehalten, zu hinterfragen und in sich zu gehen, um Antworten zu finden.
In den 90er stand er vor einer Lebenskrise, nachdem er nach einem Brand seine Habseligkeiten verlor, seine Ehe in die Brüche ging, er nach einem Autounfall einen Genickbruch erlitt, wegen der langen Rehabilitation seinen Job verlor und schließlich auf der Straße landete. In seiner Verzweiflung rief er nach Gott und fragte, warum sein Leben diesen Lauf nahm. Und laut Neale Donald Walsch antwortete Gott ihm. Und eben dieser Dialog mit den faszinierenden Antworten, die Neale erhielt, auf Fragen, die sich ein jeder von uns in diesem Leben wohl schon mehrfach gestellt hat, sind in seinen Werken enthalten.
Das Buch beinhaltet alle Themen von der Rolle, die wir in diesem Leben haben, freier Wille, Emotionen, Geburt, Tod usw.
Ob man es nun Gott nennen mag, eine Eingebung von außen oder sonst eine Art der Offenbarung, die Neale Donald Walsch begegnet ist, das Buch ist voller Liebe, Weisheit und Klarheit geschrieben und eine Bereicherung für die Seele.

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Ich möchte geliebt werden – Sehnsucht nach Liebe

Ich möchte geliebt werden – Sehnsucht nach Liebe

Tief verwurzelt in unserem Sein ist der Wunsch geliebt zu werden. Die Liebe als der Urgrund allen Lebens findet Ausdruck in so vielen Formen und gibt Anlass für die verschiedensten Wege, die wir gehen, um sie zu erobern. Woher kommt dieses starke Verlangen geliebt zu werden und was, wenn die Liebe uns in Angst vor Verlust drängt?

Geliebt werden fürs Überleben

Liebe sichert das Überleben und damit ist nicht nur die Weitergabe unserer DNA und damit das Sichern unserer Art gemeint.

Ein Blick auf unserer Kindheit zeigt uns nämlich, dass der Wunsch nach Liebe und geliebt zu werden, daher rührt, dass wir ohne unsere Eltern nicht überleben können. Wie wären wir an Nahrung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf gekommen? Früh lernen wir, die Liebe unserer Eltern zu gewinnen, um unser Überleben zu sichern.

Dieser Mechanismus wird weiter in unser späteres Leben mitgenommen, wenn wir unser Überleben von der Gesellschaft, in der wir leben, abhängig machen. Wir wollen unseren Platz finden und versuchen es den anderen recht zu machen, damit wir ihr Wohlwollen erhalten, was uns selbst ein gutes Gefühl gibt und ein bequemes Leben sichert (siehe auch: „Mir ist nicht egal, was andere von mir denken“).

Eltern und geliebt werden

Neben den oben beschriebenen Mechanismen werden wir uns im Laufe unseres Lebens viele weitere Konditionierungen aneignen – passend zu den Erfahrungen und Erlebnissen, die wir hatten.

Die unterschiedlichsten Familienkonstellationen können ein Grund dafür sein, dass wir danach trachten, bedingungslos geliebt zu werden. Auffällig ist, wie die Beziehung zu unserem gegengeschlechtlichen Elternteil Einfluss auf unsere Partnerschaften nehmen kann.

Die Mutter, die aufgrund ihrer Unzufriedenheit mit dem Partner, ihren Sohn in eine Rolle drängt, in der er der Mann werden soll, den sie für perfekt hält. Man wird in die Schranken gewiesen, es wird genörgelt und Mama ist nur dann zufriedenzustellen, wenn wir so handeln, wie sie sich das vorstellt.

Als Tochter auf der anderen Seite stößt man bei der Beziehung zum Vater oft auf einen Mann, der aufgrund seiner Arbeit und seiner Hobbys wenig bis kaum Zeit hat, und dessen Aufmerksamkeit nur schwer zu erhaschen ist. Von unserer Mutter sind wir in den ersten Lebensjahren die ungeteilte Aufmerksamkeit gewohnt, doch unser Vater scheint immerzu mit anderem beschäftigt zu sein.

eltern geliebt werden

Andere Konditionierungen

Die Eltern haben zu Beginn den größten Einfluss, da wir hauptsächlich mit ihnen Zeit verbringen, doch später kommen natürlich noch sehr viele andere Faktoren hinzu, die unser Denken beeinflussen und für die spätere Programmierung in uns verantwortlich sind.

Lehrer, Mitschüler und vor allem die Medien tragen einen sehr großen Teil dazu bei, wie wir unsere Einstellungen formen.

Unser Umfeld steckt uns in Schubladen, klebt Etiketten auf uns und ein jeder scheint zu wissen, wie man tickt und wer man ist.

Da reichen ein paar Hänseleien und Schelte und in unserem Inneren kommen Zweifel und Unsicherheiten auf. Werden wir zusätzlich auch von unseren Eltern gerügt und nicht ernst genommen, fühlen wir uns schnell unverstanden und alleingelassen. (siehe auch: “Einsamkeit – wieso sie da ist und was man tun kann” und “Einsam trotz Beziehung“)

Nicht zu vergessen sind all die Filme, Serien und Social Media Plattformen, die uns tagein tagaus mit Informationen darüber füttern, wie essentiell es ist, den Seelenverwandten oder die große Liebe zu finden, zu heiraten und bis zu unserem Tode mit einem Menschen zusammen zu bleiben.

Konzepte, Konzepte und noch mehr Konzepte, die von allen Seiten auf uns einprasseln und uns weismachen wollen, was Glück ist und wie man es findet. Die Liebe zu einem anderen Menschen soll es uns bringen. Reichtum und Macht. Und natürlich Jugend und Schönheit.

Geliebt werden in Partnerschaften

Was wir über die Jahre an Glaubensvorstellungen angesammelt haben, bringen wir schließlich in unsere Beziehungen mit.

Wie äußert sich das?

Nehmen wir an, wir wurden in unserer Kindheit und Jugend oft als nicht gut genug bezeichnet und haben schließlich selbst das Bild von uns, dass wir nicht gut genug sind (nicht schön genug, nicht erfolgreich genug, nicht talentiert genug usw.).

Irgendwann in diesem Leben wird ein Mensch aufkreuzen, der das nicht so sieht. Diese Person findet alles an uns großartig und verliebt sich in uns. Und wir, die einen Mangel an Bewunderung und Wertschätzung hatten, erleben zum ersten Mal, was es bedeutet, die Nummer eins zu sein. Und das fühlt sich toll an.

Wir bekommen die ungeteilte Aufmerksamkeit und Liebe und in uns sprudelt ein Quell an Glück. Wir sind verliebt. Und außerdem haben wir uns soeben eine neue Konditionierung angeeignet:

Wir sind der Überzeugung, dass ein anderer Mensch uns glücklich machen kann. Natürlich, so haben wir es immerhin auch in den Hollywoodfilmen gesehen – hier ist die Bestätigung.

Abhängigkeit vom geliebt werden

Unsere Jugendliebe mag nicht lange gehalten haben, und vielleicht auch die nächsten ein bis zwei nicht. Aber unserer Ansicht nach, lag das nur daran, dass es nicht der oder die Richtige war. Klar, so haben wir es in den Filmen gelernt.

Wir müssen einfach nur den Partner finden, der uns in jederlei Hinsicht zufrieden stellt, dann wird das schon, sagen wir uns. Doch so einfach ist das gar nicht, wie wir feststellen. Vielleicht kann man die Person ein bisschen umerziehen, dann muss man nicht ständig nach jemand Neues suchen, ist ein anderer Gedanke, den wir hegen.

Paarstreit

Schließlich wird man älter und damit zunehmend uninteressanter haben uns die Medien und unser Umfeld (das seine Informationen übrigens auch mehrheitlich aus den Medien bezieht) gelehrt. Die können doch nicht falsch liegen.

Doch je mehr wir nörgeln und den Partner kritisieren, ihm sagen, was er oder sie falsch macht und anders machen soll, um uns glücklich zu machen, desto eher bekommt jener das Gefühl, sein Gegenüber nicht mehr zufriedenstellen zu können. Man drängt diesen Menschen in die Position, nicht gut genug zu sein!

Und, oh Wunder, wird dieser Mensch sich langsam aber sicher von uns entfernen. Und wir, von denen man sich entfernt, werden auf verschiedene Weise damit umgehen, abhängig davon, wie wir an diese Person gebunden sind (finanziell, mit Kindern, Angst vorm Alleinsein usw.).

Angst davor nicht geliebt zu werden

Wir möchten uns in diesem Beitrag auf jene Gruppe konzentrieren, die Angst davor hat, dass man ihr wegnimmt, was sie glücklich gemacht hat. Jene Menschen, die der Überzeugung sind, ihr Glück sei von dieser anderen Person abhängig.

Ich möchte diesen Menschen mit einem Beispiel das Gegenteil beweisen:

Nehmen wir an, wir sind verliebt. Wir erleben wunderschöne Momente mit dieser Person, doch natürlich kann man nicht die ganze Zeit zusammen sein, und so erleben wir Stunden ohne diesen Menschen. Es mag schwer sein, doch wir haben glücklicherweise die Macht der Gedanken und können uns die schönen Momenten in unserem Kopf noch einmal durchspielen. Und siehe da, was für ein herrliches Gefühl da in uns aufkommt. Diese wunderbare Person, dieses liebevolle Lächeln, die schönen Worte, die er oder sie uns gesagt hat. Man fühlt beim bloßen Gedanken an diesen Menschen Liebe aufkommen.
Ist das nicht interessant? Der Mensch befindet sich gar nicht hier und wir spüren die Liebe? Aufgrund irgendwelcher Bilder in unserem Kopf?

Nun wird der eine oder andere einwenden: Aber es sind Bilder von dieser Person. Also ist diese Person für das Auslösen der Glücksgefühle verantwortlich. Aber ist das wirklich so?

 

Das gute Gefühl geliebt zu werden

Was ist es denn eigentlich, was uns dieses gute Gefühl gibt? Und wer ist denn nun wirklich dafür verantwortlich.

Du hast bestimmt schon oft gehört, dass das Glück und die Liebe in uns selbst zu finden sind. Und das ist tatsächlich so.

Die Liebe, die wir empfinden, findet ja nicht außerhalb von uns statt. Egal, wer der vermeintliche Trigger ist, sie ist immerzu nur in uns selbst zu finden.

Was aber hat der Trigger (dieser andere Mensch) nun damit zu tun?

Diese Person triggert den Mechanismus, der das Gefühl von Liebe in dir aufkommen lässt. In diesem Moment, hört deine Suche auf. All deine Anstrengungen gut, besser oder wertvoll zu sein und geliebt zu werden, alles, wonach du jede Sekunde deines Lebens trachtest, verschwindet, wenn da jemand ist, der dir deine Wünsche erfüllt.

Wenn du dich wertlos fühlst und dir jemand das Gefühl gibt etwas Besonderes zu sein. Wenn du nie viel Aufmerksamkeit bekommen hast und dir jemand das Gefühl gibt, das Wichtigste zu sein. Wenn du dich nach körperlicher Nähe gesehnt hast und sie nun bekommst.

Was immer es ist, wonach du in diesem Leben gesucht hast, sobald du es bekommst, hört das Suchen auf, die Anspannung lässt nach, du fühlst dich vollkommen und ganz. Und projizierst das fälschlicherweise nach außen.

geliebt werden

 

Und wenn dir jemand wegnehmen möchte, was dich endlich glücklich gemacht hat, bekommst du Angst, du wirst eifersüchtig, kontrollierst den anderen und beraubst ihn damit seiner Freiheit.

Oder, wenn er oder sie dir nicht mehr geben kann, was dich glücklich macht (was unweigerlich passieren wird, wenn du nicht verstehst, woher die Glücksgefühle kommen), wirst du ungehalten, kritisierst, nörgelst, stellst zu hohe Erwartungen oder gar Ultimaten und treibst diesen Menschen noch weiter von dir davon.

 

Was kann ich tun, um das zu verhindern?

 

Durchschaue den Mechanismus! 

• Gestehe dir ein, dass du ein konditioniertes Wesen bist, und gehe dem Ursprung deines Verhaltens auf den Grund.

Übernehme die volle Verantwortung für deine Gefühle und Emotionen. Niemand außer dir sollte die Kontrolle darüber haben.

Praktisch könnte das so aussehen:
Dein Partner sagt oder tut etwas, das sich nicht gut für dich anfühlt. Statt sofort dein altes Programm zu fahren und ihn zu belehren, kannst du dich stattdessen fragen, was gerade in dir passiert. Ist das Eifersucht? Fühle ich mich vernachlässigt? Oder unverstanden? Wie fühlt sich das an? Vielleicht äußert sich das Gefühl als Anspannung im Bauch oder Brustbereich. Wut oder Trauer überkommen uns.

Ich kann es nicht oft genug sagen: Lerne zu beobachten!

Nur wer versteht, wie dieses komplexe Gebilde Mensch funktioniert, kann seine Emotionen und Gedanken so steuern, dass er sich gut fühlt. Ansonsten ist man ein Sklave seiner unbewusst ablaufenden Programmierung (die vorwiegend aus der Kindheit stammt!).

Nach dem Beobachten kommt das EHRLICHE Beantworten folgender Fragen: Stimmen meine Gedanken wirklich? Stimmt es, dass der Partner mir Rechenschaft über sein Tun zu geben hat? Stimmt es, dass er mich vernachlässigt? Stimmt es, dass er sich auf eine ganz bestimmte Weise zu verhalten hat, nämlich jene, die ich erwarte?

Und die nächsten wichtigen Fragen: Wieso glaube ich, dass das stimmt? Woher habe ich diese Vorstellungen? Sind das Vorstellungen meiner Eltern, meiner Großeltern, meines Umfelds, der Medien usw? Stimmen sie tatsächlich?

Je mehr wir anfangen, die Dinge zu hinterfragen, desto eher werden wir feststellen, dass es keine in Stein gemeißelten Wahrheiten gibt, sondern sie alle von uns Menschen erfunden wurden. Auch deine Glaubensvorstellung, dass ein anderer Mensch dich glücklich machen wird, ist eben genau das: eine Glaubensvorstellung. Es ist keine Wahrheit.

Was wir Liebe nennen, ist das Ende einer Suche, das Ende des Leidens und das Ende unserer Glaubensvorstellungen. Es ist das Gefühl der vollkommenen Gegenwärtigkeit, der Aufmerksamkeit und des Bewusstseins im Moment. Kein Drang, kein Zwang, keine Zukunft und keine Vergangenheit. All das ist verschwunden und zurückbleibt, was wirklich ist – der Urgrund all unseres Seins: Liebe.

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