Glaubenssätze erkennen und loslassen in 6 Schritten

Jan 30, 2020

Glaubenssätze bestimmen unser Verhalten und damit unsere Lebensumstände. Was Glaubenssätze genau sind und woher sie kommen, kannst du HIER nachlesen. In diesem Artikel werden wir uns mit einer kurzen Einführung begnügen, und dann in Schritten aufzeigen, wie wir alte Glaubenssätze aufdecken und ändern können.

Glaubenssätze

Wir alle unterliegen ihnen und haben unser Leben danach ausgerichtet: Glaubenssätze. Dabei handelt es sich um eine Ansammlung von Denkweisen, die wir verinnerlicht haben und die unsere Gewohnheiten und damit unser Verhalten bestimmen. Wir haben sie in unserer Kindheit von unseren Eltern übernommen, welche sie von ihren Eltern und die von ihren Eltern usw. haben.

Glaubenssätze sind demzufolge Denkweisen, die hunderte Jahre alt sein können und nicht mehr zeitgemäß sind. Kein Wunder, dass sie für viele von uns eher zu einem Hindernis werden, und uns nicht mehr dienlich sind.

Der Mensch ist konditioniert, das heißt, wir nehmen Reize aus unserer Umwelt auf, verarbeiten sie und reagieren entsprechend darauf. So haben wir beispielsweise Sprechen, Essen, Lesen, Rechnen usw. gelernt.

Außerdem haben wir auf diese Weise auch Traditionen, Einstellungen und Überzeugungen unserer Eltern übernommen. Das ist wichtig, damit man sich als Kind in den Familienkreis und das Umfeld integriert. Manche Glaubenssätze, die wir lernen, können jedoch zu einem Problem für uns werden, wenn sie nicht unserer wahren Natur entsprechen.

Beispiele für solche Glaubenssätze könnten sein:

♦ Das Leben ist ungerecht

♦ Bis 30 muss man verheiratet sein und Kinder haben

♦ Man muss hart arbeiten und Entbehrungen auf sich nehmen

♦ Man muss Dinge tun, die man nicht tun will

♦ Das gehört sich nicht/ das darf man nicht / so soll man es machen … usw.

Die Liste lässt sich unendlich fortsetzen und hängt natürlich davon ab, in welches Umfeld man geboren wurde. Und wenn wir diese Einstellungen vertreten, uns aber nicht gut mit ihnen fühlen, dann kommt es zu einem inneren Konflikt.

Der Großteil der Bevölkerung lebt tatsächlich in irgendeiner Art inneren Konflikts, glaubt aber, dass dies „normal“ ist und hat daher kein Bestreben, etwas daran zu ändern. Oder man hat sich damit abgefunden, weil es Dinge im Leben gibt, die über den Konflikt hinwegtrösten oder davon ablenken.

Wenn du diesen Artikel liest, gehörst du aber wahrscheinlich zu jener Gruppe, die sich von diesen inneren Konflikten freimachen möchte und das funktioniert nur, wenn wir unsere Glaubenssätze erkennen und sie an unsere wahre Natur anpassen.

Hier also eine schrittweise Herangehensweise.

1. Ehrlichkeit

Ehrlichkeit ist immer der erste Schritt. Es ist wie mit einem Suchtkranken, der sich als erstes seine Sucht eingestehen muss. Wir müssen uns eingestehen, dass wir ein Problem haben und so wie es ist, nicht zufrieden sind.

2. Offenheit

Sei offen für die Möglichkeit, dass alles, was du bisher für wahr gehalten hast, nicht unbedingt wahr ist. Verstehe, dass es deine Glaubenssätze sind, die dich an deinen jetzigen Punkt im Leben gebracht haben. Das bedeutet, wenn du lieber woanders wärst, musst du bereit sein, diese zu hinterfragen.

3. Achtsamkeit und Beobachten

Achtsamkeit ist der Schlüssel zu einem glücklicheren Leben. Denn durch mehr Achtsamkeit in Bezug auf die Vorgänge in dir, entwickelst du ein Verständnis dafür und kannst sie ändern.

Lerne dich zu beobachten. Wie reagierst du auf bestimmte Menschen und in gewissen Situationen?

Deine Handlungen werden von deinen Emotionen und diese von deinen Gedanken bestimmt. Wenn du wissen möchtest, warum du reagierst und handelst, wie du es tust, mache deine Gedanken ausfindig!

Du packst nichts Neues an oder bringst nichts zu Ende? Könnte es sein, dass du einen Glaubenssatz wie „Bei mir klappt sowieso nie etwas“ oder „Ich hab’s nicht drauf“ oder „Ich habe immer nur Pech“ hast?

Du bleibst in deinem bestehenden Job, obwohl er dich unglücklich macht (Oder in einer Partnerschaft, die dich unglücklich macht)? Vielleicht glaubst du, dass du nichts Besseres verdient hast und finden wirst?

4. Untersuche deine Glaubenssätze

Wenn du deine tief eingebrannten Überzeugungen ausfindig gemacht hast, untersuche sie so objektiv als möglich.

♦ Stimmt es wirklich, dass ich nichts Besseres verdient habe? Warum glaube ich das?

♦Bin ich wirklich faul/lustlos/undiszipliniert/nicht liebenswert/ungeschickt/minderwertig/ängstlich/feige usw.? Oder sind das Eigenschaften, die ich mir über die Jahre antrainiert habe? War ich etwa von Geburt an so oder sind mir im Laufe meines Lebens viele Dinge geschehen, wegen derer ich nun glaube, ich bin so?

Versuche, so objektiv als möglich zu bleiben und dich nicht in deine Story hineinzusteigern. Die Wahrheit ist nämlich, dass du anders wärst, wenn du andere Erlebnisse in deinem Leben gehabt hättest, daher hast du diese Eigenschaften angeeignet. Du kannst sie ändern, wenn du möchtest.

5. Verzeihen und Ändern

Wenn du einen Glaubenssatz für dich erkannt hast, erkenne, warum du an ihn geglaubt hast.

♦ z. B: Ich glaube, dass ich nichts schaffe, weil mir schon so vieles in meinem Leben nicht gelungen ist, was ich mir vorgenommen habe.

Dann ist es wichtig, dass du anfängst, deine Glaubenssätze loszulassen, indem du sie (so objektiv als möglich) auflöst.

z. B.: Es stimmt, dass in der Vergangenheit vieles schief gelaufen ist. Das macht nichts, daraus habe ich gelernt. Wir alle machen Fehler, wenn wir etwas noch nicht können. Kinder, die laufen lernen, fallen schließlich auch tausendmal hin, bevor es klappt. Es stimmt demnach nicht, dass ich nichts schaffe. Ich habe oft einfach zu früh aufgegeben, weil ich die Motivation und den Mut verloren habe. Eigentlich war ich auch nicht sehr begeistert für die Dinge, die ich nicht geschafft habe.

Du erkennst schon das Prinzip. Diesen Vorgang wirst du etliche Male wiederholen müssen, damit du ihn verinnerlichst und er darf sich nicht bloß auf einer mentalen Ebene abspielen. Schließlich ist dein Körper ebenfalls involviert.

6. Gefühle beobachten

Beobachte also auch die Emotionen, die hochkommen und versuche, dich ihnen zu stellen. Das bedeutet, dass du nicht vor ihnen davonläufst und dich ablenkst, sondern ihnen Raum gibst. Nur so, werden sie mit der Zeit nachlassen.

Dies sind die ersten kleinen Schritte, um sich deinen Glaubenssätzen zu nähern. In meinem Buch „Das bist nicht du!“, das im Februar erscheint, erfährst du alles darüber, wie Glaubenssätze entstehen, und uns daran hindern, unser volles Potenzial auszuschöpfen. Wir haben tatsächlich die Möglichkeit, ein glückliches Leben zu führen, wenn wir unsere wahre Natur leben. Wenn du mehr darüber wissen willst, trage dich in die E-Mail Liste ein (die violette Newsletter Box in der Seitenleiste oder auf der Startseite), um am Laufenden zu bleiben.

Unsere Gedanken formen uns und unsere Realität. Lass sie nicht unbewusst an dir vorüberziehen, sondern gestalte sie nach deinen Vorlieben. Dein Leben sollte dir nicht wie etwas erscheinen, auf das du wenig Einfluss hast. Es soll wie der Ton sein, der in deinen Händen Gestalt annimmt. Und wie du den Ton formst, hängt davon ab, woran du glaubst. Glaub an dich und alles wird dir gelingen.

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